Weise Ware

       


War es gestern
oder im 3. Stock...?

Karl Valentin

                                                                                     


Neues aus Kräwinkel

Der Blog der Provinz


 

19. 03. 2015         Die Wiederkehr des Kultischen


Liebe Gemeinde, ich habe es schon ein Mal erwähnt – Kräwinkel liegt auf einer Anhöhe. Von Kräwinkel aus kann man in die Zulunft sehen... neuerdings  sogar bis nach Frankfurt zum Neubau der EZB:


 – kein Photo –


Die zwei wie konspirativ beieinander stehenden monolithischen Türme mit pseudoanthroposophischen schiefen Winkeln erinnern eher an das früh- geschichtliche Stonehange als an weltoffene Architektur von heute. Auch die Parallele zum autonomen schwarzen Block ist schnell gezogen...

Das beste jedoch – meine gut unterrichteten Quellen haben folgendes erfahren: Wenn man morgen zur Finsternis mit der schwarzen Sonne im Rücken am rechten Rand des Gebäudes vorbei zum Horizont schaut, kann man in der Ferne Sepp Blatter in einem Pool voller Gold schwimmen sehen. Am Beckenrand sitzen Putin, Schröder, Berlusconi und Strauß-Kahn bei Cocktails und Bungabunga und stoßen grinsend auf die naive Blödheit des braven Bürgers an...


Kleiner Mann was nun..?






11. 02. 2015         Freier Fall durch Minsk?



Liebe Gemeinde, wie der große und der kleine Zeiger auf der Uhr durchlaufen Sonne und Mond monatlich einen Zyklus. Auch die fünf äußeren Planeten bilden miteinander insgesamt 10 solche Zyklen, deren Dauer jedoch jeweils von 12 bis 500 Jahren reicht. 


Die folgende rein astroNomische! Graphik setzt das Maß sich öffnender und schließender Zyklen zur jeweiligen Zeit ins Verhältins und heraus kommt – Hokuspokus – mal eben das Geschichtsbuch des 20 Jahrhunderts...



Die Astrologie hat eine Erklärung für dieses Phänomen. Sie sieht die erste Hälfte jedes Zyklus als konstruktiv aufbauende Phase vergleichbar zu Frühjahr und Sommer, während der zweiten Hälfte salopp gesagt die Rolle von Herbst und Winter zukommt...


Der Hochpunkt der Graphik für das 21 Jahrhundert markiert das Frühjahr vor 9/11, der Sattelpunkt 2014 datiert exakt! auf den Beginn der KRIM-Krise...



Von wissenschaftlicher Seite gehört schon ein erstaunliches Maß an Ignoranz, Beschränktheit, Hybris dazu, Beobachtungen wie diese einfach vom Tisch zu wischen... zu unser aller Nachteil...

Quelle: urspr. Andre Barbault, hier konkret Stefan Hofbauer, www.hofastro.com


15. 12. 2014        Kräwinkel ist überall



Liebe Gemeinde, von dem Philosophen Karl Popper stammen die Worte:


In unserem Wissen mögen wir uns unterscheiden -

in unserem Unwissen sind wir alle gleich.


Oh wäre doch mehr Unwissen nicht nur in Duisburg sondern auf der ganzen Welt! Wir würden auf leichterem Fuß über die Erde schweben. Schon in der Schule müsste viel mehr betont werden, wie unheilvoll das Konzept vom Wissen ist und wie nah es mit dem Wahn verwandt ist...

Dabei liegt die Würde des Seins eigentlich ganz im Unwissen, in der Unschuld, gerade erst hierher gekommen zu sein – ins Leben, auf die Erde, nach Duisburg. Letztendlich ist das Leben doch für uns alle immer noch ... Neuland...


                                                            ***




4. 12. 2014           I can't breathe



  • I CAN'T BREATHE!
  • I CAN'T BREATHE!
  • I CAN'T BREATHE!

  • I CAN'T BREATHE!

  • I CAN'T BREATHE!

  • I CAN'T BREATHE!

  • I CAN'T BREATHE!

  • I CAN'T BREATHE!

  • I CAN'T BREATHE!

  • I CAN'T BREATHE!

  • I CAN'T BREATHE!


Elf mal hat der 43-jährige Eric Garner, Vater von sechs Kindern gesagt, Ich bekomme keine Luft, bevor er das Bewusstsein verlor und später im Krankenhaus starb. Gegen die Polizei soll es kein Verfahren geben...


... einfach nur abstoßend, was in diesem Unrechtsstaat abläuft... 


      ***





25. 11. 2014       Weihnachten – das Fest des Teufels


Liebe Gemeinde, mancher wird es sich sowieso gedacht haben, KRÄWINKEL liegt nicht ganz so einsam wie hier schon manches Mal behauptet wurde. KRÄWINKEL ist ja eher ein innerer Ort, der äußerlich ganz profan im schönen Wiemelhausen südlichen von Bochum liegt. In Wiemelhausen begegnen sich Einfamilienhaus und sozialer Wohnungsbau. Wenn die Welt 'n Stadion wär, dann wär das hier wohl die mixed zone...



In Sichweite von mir wohnt im schönen Eigenheim die Familie mit dem kleinen Dachdeckerbetrieb und dort sah ich eben ganz frisch diese erstaunliche Weihnachtsdekoration – den Drudenfuß, also den Fünfstern mit der Spitze nach unten – das nicht erst aus dem Faust bekannte Teufelssymbol. Und da frag ich mich schon, wohin sind wir gekommen? Weihnachten feiern, aber den Unterschied zwischen Gott und Teufel nicht kennen...

Aber diese Leute, das sind auch die mit der Überwachungskamera vorm Eingang. Jedesmal, wenn ich da vorüber gehe, nimmt dieses Ding mich auf. Was ich so genau weiß, weil man nachts durchs Bürofenster den Monitor mit der Straßenaufnahme im Regal stehen sieht... Absurdistan pur, aber bei Google Streetview die eigene Fassade verpixeln lassen... so sind se die Leute... schöne Bescherung...

 Meine eigenes Weihnachtsritual
gefällt mir da doch deutlich besser: Ich bevorzuge es nämlich, lieber erst gar keine Sterne aufzuhängen – die aber dafür richtig herum!





14. 11. 2014   Gegen die Wand


Liebe Gemeinde, wer ein Mal auf einer Autobahnbrücke gestanden und gesehen hat, wie sich der achtspurige Asphaltteppich bis zum Horizont durch die Landschaft zieht, der weiß was Hässlichkeit ist. Wir kneifen dann beide Augen zu, bringen all unsere Ignoranz auf und sagen uns, dass wir durch die Hyperwelt eben schneller nach Italien oder zum Flughafen kommen.

Das Bild von der Autobahnisierung aller Lebensbereiche geistert mir schon seit einiger Zeit durchs Hirn... so a la Systemgastronomie wird nach und nach unser gesamtes Universum fließbandmäßig eingerichtet. Nun sollen auch die letzten Meter des Lebens dreispurig ausgebaut werden - wir nehmen uns die Sterbehilfe vor.


Ich will es nicht zu lang machen - nur dies. Die Frage die ich noch in keinem Kommentar gehört, habe ist folgende: Wer sagt eigentlich, das es DANACH besser sein wird...?? Also nach der vom lieben Arzt angereichten, selbst eingeworfenen usw... es könnte vielleicht auch schlimmer werden...


Mit derartigen Mutmaßungen outet man sich natürlich ultimativ als naiver Dummling allererster Güte, als mittelalterlicher Blödian, ja als unverbesserlicher Ureinwohner des Planeten. Und ja, einverstanden - so sei es! In KRÄWINKEL übt man diese Haltung nicht nur, sie wird kultiviert. Von KRÄWINKEL aus muss man eine Stunde einen Trampelpfad gehen bevor man auf einen Waldweg kommt und selbst dann ist die Landstraße noch weit. 

Doch hört man früher oder später aus der Ferne ein musikalisches Unken, ein flüstern, das im Hintergrund - obwohl das Autoradio aus ist -  durch die Welt säuselt:


W e  a r e   o n   a   r o a d   t o   n o w h e r e ,  

c o m e   o n   i n s i d e ,

W e  a r e   o n   a   r o a d   t o   n o w h e r e ,  

l e t s   t a k e   a   r i d e .


Ach ja! Was ich noch fragen wollte, wo kann man eigentlich in NRW CSU wählen..??!!






06. 10. 2014    Der Schweiß drängt durch die Pore

                             (zur 1500. Folge der Lindenstraße)



Der Schweiß drängt durch die Pore


Der Schweiß drängt durch die Pore,

gleicht kommt die Lindenstraße.

Sie begleitet mich durchs Leben,

ob gute oder schlechte Phase.

Es tröstete mich schon als Kinde

so manches schlichte Wort.

Und später zogs in Freud und Leide

zu ihr mich immer fort.

Muss ich heut manchmal wandern

hinaus in dunkle Nacht,

dann werden in Gedanken

neue Folgen ausgedacht.

Die Handlungszweige rauschen

dann, als riefen sie mir zu.

Ich und Mutter Beimer,

wir sind ja lange schon per du.

Ist das  e c h t e  Leben

auch manche Stunde fort –

wie hör ich’s linde rauschen

bei meinem Lieblingssport.




16. 07. 2014             Einer für Alle, Alle für Einen (Euro)


Liebe Gemeinde, wir schreiben Tag drei der neuen Zeitrechnung als 4. Sterne- Fußballland. Zeit etwas tiefer zu blicken und die neue deutsche Fußballwelle stilistisch einzuordnen. Ich sehe es so: Der rational überladene neuronale Gestus des Tickitacka-Kicks hat ausgedient. Das Erfolgsrezept der Zukunft heißt:


M a n t e l  u n d  D e g e n - F u ß b a l l  !


Schon lange hatte ich diese Assoziation des Fußballerbeins als Florett, das blitzartig und zielgenau nach vorne stößt um eine Art Sturzfußball zu spielen, in dem der Ball idealerweise vertikal über den Platz schießt, mehr einem Hundertmeterlauf vergleichbar als einem Mannschaftssport. Das deutsche Siegtor der WM mit Schürrle und Götze als


Die zwei Musketiere


glich einer Krönungszeremonie, dieser neuen Spielphilosophie. Ob sie gar Ausdruck einer neobourgoisen Gesellschaft ist mit dem Fußball als adliger Form der Körperertüchtigung ist?  Um es kurz zu sagen:


Na klar!


So lasst uns aus unserer provinziellen proletarischen Perspektive  von Kräwinkel ein Loblied auf unsere neuen Aristokraten singen:


Glüüück auf, Glüüück auf,

der Schweinsteiger kommt.


Und er hat den gold'nen Pokal in der Hand.

Und er hat den gold'nen Pokal in der Hand.


Das Team ge - wi - i -int.

Das Konnnn - to stimmt!










14. 07. 2014            4-Sterne-Weltmeister Deutschland 


Liebe Gemeinde, im Jahr des Herrn 1990 hatte es unser letzter deutscher Papst seinerzeit noch als Kardinal Ratzinger schon auf den Punkt gebracht: 


Das Streben nach dem WM-Pokal 

ist die versuchte Rückkehr ins Paradies.


...aber nie war es so deutlich wie heute: Die ganze Fußballbegeisterung ist doch irgendwie ein monumentaler 


G Ö T Z E n d i e n s t . . . 


Deshalb hier mein dringender Aufruf an die Jugend von Kräwinkel: Lasst euch nicht infizieren vom diabolischen Fußballvirus! Lest nicht im Evangelium nach Lothar Matthäus! Ergreift doch lieber einen anständigen Beruf - werdet Weber, Schäfer, Fischer, Schneider, Müller, Schumacher, oder von mir aus auch - Beckenbauer...


böse, böse, böse...








26. 06. 2014          Gott wurde repariert!




Liebe Gemeinde, Gott ist repariert! Kürzlich wurde ich selbst Zeuge wie ein Mutiger sich aufmachte um ein paar Schrauben festzuziehen. Man kann ihn also ab sofort wieder einschalten, er läuft wieder - Hilfe von ganz oben kann also erbeten werden beim alles entscheidenden Spiel:

Deutschland : USA 

We don't call it a Klassiker, aber – Spanien, Italien und England sind ja schon zu Hause...;-)) Da muss man nehmen, was einem vor die Zähne kommt – oder anders gesagt total crazy, der ganze Betrieb! Die Frage ist doch: Ist Deutschland wirklich souverän? Dürfen wir heute überhaupt siegen? Ach - was reg ich mich auf... Möge also der bessere sein Unentschieden gewinnen...

Es lebe die DeutschAmerikanische Freundschaft! 







05. 04. 2014         FIFA-fiever


Liebe Gemeinde, die erste Fußballweltmeisterschaft datiert offiziell auf das Jahr 1930. Gerade jedoch wurde aufgedeckt, dass bereits 1914 in Brasilien ein Turnier stattgefunden hat, welches dann jedoch wegen Korruption und blamabler Ergebnisse der Europäer aus den Annalen getilgt wurde. Uruguay, der damalige Weltmeister durfte zum Trost später die WM 1930 ausrichten. Man sieht, die Methoden der FIFA haben eine, sehr, sehr lange Tradition...

Schließlich sind aber sogar beide Daten falsch, denn viel, viel früher schon zog erstmals eine Horde von Helden in die Welt hinaus um in einem fernen Land einen goldenen Pokal zu erobern. Das Abenteuer wurde bekannt als 


                                                   Die Argonautensage:

Jason, der Sohn Aisons, erhielt von seinem Onkel Pelias, dem Herrscher von Iolkos in Thessalien, den Auftrag, das Goldene Vlies des Widders Chrysomallos,  aus dem Hain des Ares in Kolchis zu rauben. Zu dieser Fahrt ließ Jason die mit 50 Rudern bestückte Argo bauen und forderte die berühmtesten Helden seines Landes zur Teilnahme an dem Unternehmen auf. 

In der Abwehr:

AdmetosAmphiaraosAmphionAnkaiosHerakles, Beckenbauos

Im Mittelfeld:

KalaisKastorKepheusLaertesMopsos, Matthäus

Im Sturm:

OileusOrpheusPeleusPhilammonTheseusTydeus, und Hrubeschos.


Auf ihrer Reise widerstanden sie zahlreichen Gefahren und erlebten manch erstaunliches Abenteuer. So kamen sie zum Beispiel ...zu der Insel Lemnos, auf der die Frauen alle Männer wegen Untreue ermordet hatten. Sie gewährten den Spielern gastliche Aufnahme und diese genossen das Leben mit diesen Spielerfrauen bis Herakles, die Säumigen zur Weiterfahrt mahnte...


Spätestens hier ahnt man, dass selbst die WM-Abenteuer unserer wilden 70iger nur noch ein lauer Nachklang des einstigen Originals waren, aber - das ist wohl der Preis für die Zivilisation.... So müssen wir uns mit knastbruderreifen Unterarmtattoos und durchgeknallten Haarstylings zufriedengeben, wenn die Wilde 13 auf große Fahrt geht und unterwegs plötzlich merkt: Wir sind ja nur 11..!


Also auf gehts, ihr Helden, selbst Bayern München ist zu schlagen:* 


V A M O S  A L   L A   P L A Y A   D O   B R A Z I L ! 


* wenn nur das C-Team antritt...





24. 03. 2014    Die weiteren Aussichten


Liebe Gemeinde,  K r ä w i n k e l  liegt auf einer Anhöhe. Von  K r ä w i n k e l  aus kann man in die Zukunft blicken. Hier die weiteren Aussichten zum Frühjahrs-wetter:

Regressiv im Gebirgsmassiv

 

Da hinten kommts dick.

Voll die Wolkenballung!

Das ist nich schick,

diese Regenwallung.

Da hinten kommts fett.

Voll die Nebelberge!

Das ist nich nett

für uns Menschenzwerge. 

Da hinten kommts schlimm.

Voll die Gewitterfront!

Wo ist dieses Teil denn hin,

das uns einst besonnt?

 Da hinten kommts schwarz.

Voll die Unheilstürme!

Wie damals im Harz,

Regen, Nebel und Stürme.


                ***






14. 02. 2014           Gute von gestern

Liebe Gemeinde, vom Aktuellen mag ich nicht schreiben. Zu schaurig sind die Nachrichten aus dem morbiden Belgien: Sterbe"hilfe" für Kinder, also Kündigung der Verbindung nach oben/Gott - und dem materialistischen Deutschland: Elternunterhalt, also Anbetung der Verbindung nach unten/Gene...
Wie gut ist es da, dass sich manch alte Nachrichten wiederholen, deshalb hier noch mal der Eintrag vom LETZTEN JAHR!


Rodler an die Macht!

Die gefühlte ewige Sportnachricht lautet etwa wie folgt:

Deutsche Rodler räumen sämtliche Medaillen ab!

Konkurrenz aus Jamaika, Trinidad (und Österreich) mal wieder chancenlos....


Während im beheizten Olympiaschwimmbecken zuletzt ja mal wieder nur der Frust regierte, sind unsere Burschen und Mädels anscheinend konkurrenzlos, sobald der Frost sie in die Muskeln kneift und den Körper auf urdeutsche Betriebstemperatur bringt... Also: Herzlichen Glückwunsch zum neuesten Coup in Kanada (Sochi)!

Das habe ich jetzt nicht so genau recherchiert, aber ich nehme es doch stark an: 


Alles Bayern!!!


Vielleicht hat sich im Schneetreiben einer aus dem Erzgebirge dazuverirrt, aber der Rodler an sich kommt ja wohl aus diesem Wunderbundesland, indem jeder Bürger sein Leben vorbildlich nach dem Kantsch'en Imperativ gestaltet.

Also ich finde, die Bayern könnten im Rahmen des Länder-Hans-Ausgleichs ja wohl mal ein paar Schlittenfahrer rüber schieben nach NRW, Berlin und Bremen... Wo bleibt denn da die Solidarität? Könnte man ja glatt vor Gericht ziehen...!

Überhaupt vielleicht sollten wir noch einen Schritt weiter schliddern, die Parteien abschaffen und die Geschicke des Landes von unseren unfehlbaren Schwarz-Rot-Gold-Rodlern lenken lassen. Die würden uns in diesen stürmischen Zeiten bestimmt sicher durch die gefährlichsten Euro-Schneewehen steuern...

PS: Leider kam es so, dass mir als NATIONALRODLER nicht die ganz große Karriere beschieden war, aaaaaaber: Wenn ich zurückdenke, wie wir seinerzeit, hier vor Ort, im Stadtpark, auf der legendären  T o d e s b a h n halsbrecherisch bis zum Ententeich gerast sind..., da hätte sich aber so mancher Almdudler noch eine Scheibe abschneiden können. Und den Posten von diesem Ministerchen Friedrich, den könnt ich auch noch übernehmen! 


Luja sag i!!






06. 02. 2014              Nscho Tschi – schöner Tag...

Es war einmal eine Stadt, die war so schön wie die Tochter eines berühmten amerikanischen  Indianerhäuptlings. Sie lag am schwarzen Meer auf der Höhe von Rom, bot subtropisches Klima und wurde zum Austragungsort der Olympischen 

      

                                                       W I N T E R s p i e l e . . . 


Gestern konnte man sich auf Phönix noch einmal ein Bild machen von den erstaunlichen Dimensionen der Idiotie. Die Täler sind zu eng, Straßen nicht vorhanden und der Boden ist ein Sumpf, der den Bau der Sportstadien zur Herkulesaufgabe werden ließ. Dazu Zwangsenteignungen, Naturzerstörung, häss-liche Hoteltürme, das komplette Programm...

Es hat ein paar Stunden gedauert bis ich darauf kam, woran mich die Szenerie erinnerte. Dann fiel es mir ein: Fitzcarraldo!! Dieser verrückte Film, in dem eine Schiffscrew ihren riesigen Dampfer zu Fuß über einen Berg mitten im peruanischen Dschungel zieht und zwar weil irgendein Verrückter (Klaus Kinski) sich in den Kopf gesetzt hat dort ein Opernhaus zu errichten...


So wie auf der Eingangstür meines örtlichen Netto Ziehen steht, so steht über dem russischen Schwarzmeer-Kurort Sommer – Putin aber schlägt mit der Faust auf den Tisch und sagt: Winter! Na, das gehört wohl zur Morgengymnastik eines zünftigen Plutokraten. Elefanten jagen, Tiger bändigen und Türen auftreten. Bei diesem olympischen Dreikampf geht dem Normalsterblichen schon mal die Puste aus.

Hier bei der Gelegenheit, da war ja auch damals der Schlingensief, natürlich großer Kinski-Fan, und der hat ja auch diese Geschichte mit der Oper in Afrika angefangen. Und was mich da immer gewundert hatte, war, dass in den Medien nie mal jemand die Parallele zu diesem Film gezogen hat... und dass das ganze Projekt vielleicht genauso durchgedreht wäre... 

Und überhaupt, von dem Kinski – die Kulturleute beten den ja immer noch an – weiß man ja inzwischen, dass er jahrelang seine eigene... – Na, na stopp! Jetzt komm ich doch wirklich zu sehr vom Thema ab... 


Also, ab sofort nur noch gute Nachrichten!

 

Hiermit erkläre ich die Spiele für E R Ö F F N E T !


Und verabschiede mich mit einem unterwürfigen Gruß an

Vladimir, Vladimirovich, den Häuptling der aus der Kälte kam:

 Spiel, Satz und - SKI HEIL!!







03. 02. 2014                 Da trampelt die moralische Instanz


Lange habe ich mich zurückgehalten aber die Wirklichkeit schreit einfach danach.

Deshalb widme ich das folgende Gedicht einer gewissen Alice Schwarzer:



Vögeln im Vorüberfliegen

Wechselgesang mit Schlusspointe


Was ist schöner, als im Ehebett zu liegen?

       Vögeln im Vorüberfliegen! 

Wozu fühlt sich der Mensch getrieben?

       Zum Vögeln im Vorüberfliegen!

Man tut’s nicht um ein Kind zu kriegen:

       Vögeln im Vorüberlieben! 

Betrügen, bis die Balken biegen?

       Das ist Bügeln im Vorüberpflügen!

Sie ist so leise auf den Stiegen?

       Kommt vom Vögeln im Vorüberfliegen! 

Wie hat er schon oft gelogen?

      Sah nur Vögel, die vorüberflogen.

Was ham beide sich bis heut verschwiegen?

      Ihr Vögeln im Vorüberliegen!

Was wird vor Gott einst sehr schwer wiegen?

     Vögeln im Vorüberfliegen!

Die beliebteste aller Intrigen?

      S t e u e r h i n t e r z i e h u n g ! ! !


                                       






10. 01. 2014                  Outing



Liebe Gemeinde, heute möchte ich etwas sehr privates mit euch allen teilen. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen, mich zu outen: 

                                                  I c h   b i n   A s t r o l o g e !

Wenn ich das hier mitteile, geht es mir ja nicht um mich, vielmehr möchte ich die öffentliche Debatte voran bringen, denn meine Befürchtung ist: Die Gesellschaft ist noch nicht so weit... Wo immer ich mich mit meiner intellektuellen Neigung zu erkennen gebe, blickt man geringschätzig auf mich herab. Die akademische Szene denkt in geradezu diskriminierenden, ja dummen Schubladen. Sie glauben wohl, ich laufe zuhause in wallenden Gewändern und mit aurafarben lackierten Fingernägeln herum, dabei bin ich ein ganz normaler Mensch, wie du – na ja fast...

 

Angeblich leben wir ja in einer so toleranten, aufgeklärten Welt, ich kann das jedoch nicht bestätigen. Wer immer den akademischen Wächterrat in Frage stellt, der die Paradigmen des herrschenden Reduktionismus hütet,  der wird ignoriert, ausgestoßen oder sogar regelrecht angegriffen. Manchmal habe ich fast den Eindruck, diese Leute sind in ihrer eigenen intellektuellen Orientierung ganz tief drinnen irgendwie unsicher und dann fühlen sie sich von Menschen wir mir regelrecht bedroht... aber, das ist wahrscheinlich Quatsch.... nur wieder so eine Spinnerei ... na ja...

Jedenfalls bin ich der Meinung jeder Akademiker sollte seine intellektuelle Orientierung doch offen ausleben dürfen – besonders wenn’s die richtige ist... oder etwa nicht?

In diesem Sinne mein Appell:

O u t e   s a p e r e !

Sei weise und sprich darüber!


*****

 






15. 12. 2013                  Schützenpanzer Ursula


Jetzt schlägts 14! Die Bombe ist geplatzt, unsere bemannte Drohne  von der Leyen wird Verteidigungsminister - unglaublich, aber wahr! Mein aufrichtiges Beileid, den tapferen Jungs von der Bundeswehr – denen bleibt aber auch wirklich nichts erspart.  Jetzt steht der Feind auch noch im Innern. Selbst die erste Bundeliga-Schiedsrichterin ist jetzt wohl nur noch eine Frage der Zeit... Aber wie sagte doch Peter Struck einst:

Deutschland wird auch am Hindukusch

v o n   F r a u e n   verteidigt!

Wie schön! Da könn wir uns ja alle wieder hinlegen. Der Russe kann kommen, der Talibanese, oder auch der Amerikaner... je nachdem, denn das ganze Land bekommt jetzt seine Helikopter-Mutter – was für ein Osterei gerade zu Weihnachten!!

Na, man muss das positiv sehen. Der Albtraum meiner besten Jahre währe eine Bundeskanzlerin UvL – in diesem Sinne wünsche ich ihr ein gemütliches Büro weit, weit weg im pakistanisch-afganischen Grenzgebiet.

 

Und verbleibe mit meiner Lieblingsstrophe aus dem viel zu  unbekannten Lied:

Frauen von Herbert Grönemeyer:


Frauen werden Kanzler,

Frauen werben nicht für Parmesan.

Frauen fahren Panzer

im Dschungel von Afghanistan.

Oh, Frauen sind unverletzlich

und Kerle so was von ersetzlich.


Wann ist eine Frau ein Mann??

Oh, wann ist man als Frau ein Maaaaan?


***






08. 12. 2013                Advent

 

Liebe Gemeinde, vor einigen Wochen sah ich eine ganz gut gemachte Doku zu einem Gedanken, der im Grunde eine Binsenweisheit ist:

 

Das Auto hat sich die Welt

nach seinem eigenen Willen geformt.

 

Mit seinen unwiderstehlichen Versprechungen hat es über Jahrzehnte die Welt in seine Umlaufbahn gezwungen. Es wurden Straßen gebaut. Die Städte haben sich  neu geformt und der Mensch pulsiert im Rhythmus des Herzschlags aus Tankstellen- und Ausflugsfahrt.

Darüber ist das letzte Jahrhundert vergangen, doch heute scheinen wir an einem Wendepunkt zu stehen Das Gravitationsfeld des PKW schwächelt, denn ein neuer magischer Attraktor ist angekommen und dabei sich machtvoll auszubreiten, ja, alles und jeden in seinen Bann zu ziehen.

Der Verkehr fließt heute auf der Datenautobahn und das galaktische Zentrum der Zukunft ist natürlich der Computerchip, das Bit, die digitale Information. Oder anders herum – eigentlich ist es der Speicherplatz, die Leere, das virtuelle Vakuum, das gefüllt werden möchte... Eine monströse Speicherkapazität ist angetreten und hat einen sehr hungrigen Magen.  Wir fühlen uns so verführt von all den bunten Features und nach und nach werden wir eingesponnen in das Netz. Ja, wie eine zweite Haut schmiegt sich das Leben schon um den Computerchip. Liebe Gemeinde, wahrlich ich sage euch,


der Laptop hat keinen Virus,

der Laptop ist der Virus!

 

Auch dies, ja sicher, schon fast eine Erkenntnis zum gähnen – wir wollen ja infiziert sein... Ich komme jetzt  – vom Rücken durch die Brust ins Auge – zum eigentlichen Punkt: In Duisburg und Bielefeld wurde probehalber gerade die Hygieneampel für Restaurants eingeführt, natürlich auch als App – was für ein Schwachsinn! Über NSA beschweren...? Wir sind ja selber Überwachungsstaat! Wie wäre es zuerst mal mit einer Signalampel für Geheimdienste? Grün für athletische James-Bond-Stunts, Gelb für privates Handytracking und rot für Folter in Geheimgefängnissen.


 

 

K r ä w i n k e l  wünscht eine besinnliche unfundamentalistische Adventszeit.

 

 




20. 11. 2013                          Trauer in  K r ä w i n k e l    zum Tod von   Dieter   Hildebrandt

 

Liebe Gemeinde, heute ist der Kabarettist, Dieter Hildebrandt im Alter von 86 Jahren gestorben. Als Bürger von  K r ä w i n k e l  fühle ich mich aufgerufen, diesem großen Vorbild ein paar Worte zu widmen:

 

Dieter Hildebrandt war ein  K r ä w i n k e l e r  vom Scheitel bis zur Sohle, ja er hat  K r ä w i n k e l  gelebt aus tiefstem Herzen. In seinem kantigen, sperrigen so scheinbar ungelenken Auftritt hat er das  K r ä w i n k e l s c h e  regelrecht physisch verkörpert. Mit seiner unnachahmlichen Art, über drei Nebensätze vom Rücken durch die Brust ins Auge zu kommen, war seine Wortkunst eine einzige Huldigung an die Provinz. Und nie hat er es versäumt auf solch sprachlichen Odysseen noch den Punkt am Ende des Satzes, respektive die Pointe, zu finden. Ganz  K r ä w i n k e l  verneigt sich tief  vor diesem Unikat alter Schule, vor diesem Herbert Wehner der Kabarettszene.

Bei allem tagespolitischen Bezug seiner Programme war er im Kern immer ein großer Slapsticker, der das Timing für den Witz, für die Überraschung, im Blut hatte. 

In diesem Sinne war er natürlich ein zeitloser gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz wunderbarer

 

                                                         C l o w n . . .

 

                                                            *****





02. 11. 2013                  Prominent bemerkt

BMB                                              BMW spendet 600 000 Euro

       

Liebe Gemeinde, normalerweise verwahre ich die Astrologie in den Hinterzimmern von K r ä w i n k e l .  Hier ein Mal eine kleine Ausnahme (keine Sorge, es tut gar nicht weh und hat kaum Nebenwirkungen):


Alle zwei Jahre passiert Mars den königlichen Fixstern Regulus. Dieses Signum (auch mit Saturn) gilt als Klassiker für den Sturz von Herrschern. So geschah die Absetzung Bismarcks etwa unter Saturn/Regulus und im November 1918 herrschte sogar Mars/Saturn/Uranus/Regulus!
                                                    15.10.13.  München 

Nun, die Zeit der groben Manieren früher Barbarenkulturen ist bekanntlich lang  vorbei und so werden derartige Attentatsskripte heutzutage subtiler ausagiert (zumal in Opposition Neptun...). Aber immerhin – im Wort Be-stech-ung ist der Mars noch deutlich zu erkennen – und so spendeten die Bayrischen Marswerke unter dem diesjährigen Regulus-Transit königliche 600 Tausender an unsere inoffizielle Queen und ihre folgsamen Vasallen. Da drängt sich ein Zitat aus dem Faust doch geradezu auf:

Die Kultur, die alle Welt befleckt,

hat auch auf den Teufel sich erstreckt.


***




30. 10. 2013              Gutes von gestern



Liebe Gemeinde, erst vor vier Wochen schrieb ich die untigen Worte zu unseren lieben Facebookfreunden von drüben. Na Sie wissen schon, die United Stasi of America. Da sich alles nur noch weiter zugespizt hat, kommt der Sommerbeitrag hier noch ein Mal  als Wiederholung:


Amerika ist ein Schurke,

                       aber es ist unser Schurke.
 
Mit dieser Formel musste man sich in der Vergangenheit so manchen Wahnsinn aus dem Wilden Westen schön trinken. Nun stellt sich heraus: Wir sind für unsere amerikanischen Friends nur noch Partner dritter Klasse – wie der Spiegel aus einem NSA-Dokument zitiert...
Und ich muss ganz ehrlich sagen, so eine Formulierung sticht schon etwas in die Nieren... Derart arrogant und von oben herab behandelt fühlt man sich als NRWler sonst nur vom bayrischen Lokalpolitikern...
 
Hier in der  k r ä w i n k e l s c h e n  Provinz sieht man die weltpolitische Lage wie folgt:  Der amerikanische Patient hat über Jahrhunderte einen tief verdrängten kollektiven Minderwertigkeitskomplex in einem auf der Weltbühne ausgelebten Helfersyndrom (Weltpolizei) kanalisiert und eigentlich eher zufällig haben wir in Old Europe die meiste Zeit davon profitiert...
 
Es könnte jedoch sein, dass der Wind sich dreht, dass der Große Bruder dabei ist seines Wir-sind-die-Guten-Selbstbildes überdrüssig zu werden und dass darunter ein ganz anderes Naughty-America hervortritt... Für diesen Fall können wir uns wohl alle warm anziehen... Vom beschaulichen  K r ä w i n k e l  aus vernimmt man jedenfalls schon ein dunkles Grollen am westlichen Horizont.

Wehmütig denkt man da zurück an die Zeiten, als man so harmlose Verse schreiben konnte wie diese:




Home sweet home

 


In diesem Novemberregen,

der schon Ende Oktober beginnt,

weiß man wieder, welchen Platz

das heime Haus einnimmt. 


Wie gern man dann Gott spielend

kurz auf den Lichtschalter drückt.

Wie gern man die Füße hochlegend

zur Heizung hinrückt.


Wenn dann noch der fertige Auflauf

nur kurz erwärmt werden muss,

dann kommt selbst der diesige Tag

zu einem versöhnlichen Schluss.


Katzengleich schmiegt man sich

in sein Himmelreich;

und ahnt, dass man im Grunde

keinen Verzicht kennt,

 

was man in Volkes Munde

schon mal ein Gedicht nennt.


 



20.10. 2013              An einem Sonntag im Oktober


 

Zeit im Spiegel

 

 

Wer etwas Geist und Gelder übrig hat,

der abboniert sich gern ein Wochenblatt.

Die Kinder können allein zur Schule gehen,

nun will man den Nahostkonflikt verstehen.

 

Und die Lage im Norden von Guatemala...

Schlagzeile: Rechnung

 kriegt der Steuerzahler!

Da denkt man kurz: Das bin ja ich!

Dann gähnt man lang – aaaaach, ohne mich...

 

und schaut übers Blatt hinaus in den Garten,

wo sich schon der Herbst in zarten

Farben über die Landschaft schiebt. –

Jedes Mal erschütternd, wenn

V a n i t a s  so ganz real geschieht...

 

Wenn das Leben eloquent von Abschied spricht,

werden die Worte kurz und reichlich schlicht.

Wenn die Natur sich vor sich selbst verneigt,

und so im Bogen neu auf Anfang zeigt –

 

als wie wenn eine Zeitungsseite 

vom Winde leise umgeschlagen wird.

Auf dass ’ne neue halbgescheite

Zukunft schwankend durch die Zeilen irrt.






17. 10. 2013         Drei Tage nach der Buchmesse




Hälfte des Lesens



Mit rauchender Birne sink ich

und vom Liebesdrama 

entflammt tief hinein 

in den epischen Stoff.

Ihr holden Schönen,

und trunken von eurer Sehnsucht 

schlägt mein Herz in jeder Gefahr.


Weh mir, wo nehm’ ich, wenn

die letzte Seite umgeschlagen,

den Inhalt und wo den Sinn 

meines eigenen Lebens?

Die Liebenden kriegen sich 

bald. Man kann das Ende 

schon ahnen.


**************




15. 10. 2013            Die Polizei bittet um Mithilfe!

 

 

 

Liebe Gemeinde, Achtung, Achtung! Schließt die Fahrräder ab, holt die Kinder in die Wohnung! Die Gesetzlosigkeit geht um im beschaulichen  K r ä w i n k e l !  Heute erhielt ich diesen dringenden Fahndungsaufruf:

 

Allerdings hörte ich gerade von meinen bestinformierten Quellen, die drei haben ihr Diebesgut schon als Großspende getarnt  weitergeleitet – an die CDU

Da gibt’s doch nur eine Antwort:

 

E n t e i g n e n !

 






09. 10. 2013           Kosmischer Schluggauf

 


If it’s not paradox,

it’s not true.

  

diese weisen Worte stammen von einem zen-buddhistischen Mönch, den ich vor einigen Jahren kannte. Und es ist schön festzustellen, dass inzwischen auch die Rationalisten erkannt haben, dass der Poet mehr weiß, als der wissenschaftliche Kopf, wie Novalis es einmal ausgedrückt hat. Denn mit dem

G o t t e s t e i l c h e n

 

für dessen Entdeckung gerade der Nobelpreis vergeben wurde, hat die Zunft einen Begriff geprägt, der zumindest in Sachen Paradoxie keine Wünsche offen lässt – und der sprachlich doch eine Blödheit allererster Güte darstellt!

 

Der Begriff ist ziemlich dumm und hat auf jeden Fall Unwort-des-Jahres-Qualitäten, die schwer zu unterbieten sind. Als ernstzunehmender Konkurrent fällt mir im Moment nur die unsägliche Nabucco-Pipeline ein – von der man immerhin schon lang nichts mehr gehört hat...

 

Jetzt also das Higgs-Boson, wie es nach dem Briten, Peter Higgs, genannt wird. In dem monströsen Schweizer Donut namens CERN wurde es nachgewiesen – höchstwahrscheinlich, wie im Heute-Journal verlautete. Man darf also durchaus skeptisch bleiben...

 

Dieser absurde Teilchenbeschleuniger wäre wohl ein Thema für sich. Besser ich fange gar nicht erst davon an – nur so viel: Eine Forschung, die ihre Ergebnisse einzig und allein produziert, indem sie monströse Crashs verursacht, hat irgendwie keinen Stil. Jeder altehrwürdige Alchemist würde sich in seiner Urne  umdrehen...


 Hier übrigens ein spektakuläres Ergebnis meiner eigenen Forschungen:


   Das Gottesteilchen im

                                               Hobbymikroskop!





01. 10 2013            Achtung: Herrenlose Glosse!

 

Neulich stand ich mit dem Auto an einer roten Ampel in Essen. Mein Blick fiel auf das große Shoppingportal am Limbecker-Platz und unwillkürlich kam mir ein alter Gernhardt-Vers in den Sinn:

Dich will ich loben: Hässliches, 


du hast so was Verlässliches. 


 

In dem legendären Roman Die Zeitmaschine von H. G. Wells begibt sich ein Wissenschaftler des 19 Jahrhunderts auf eine Reise ins Jahr Achthunderttausend! Wie sich herausstellt, hat sich die Menschheit in zwei Clans aufgeteilt, die Elois, deren hedonistisches, Dasein seicht und bedeutungslos dahinplätschert und die Morlocks, verwahrloste Unterweltwesen, die dann und wann an die Oberfläche kommen um sich ein paar Elois zum Abendessen zu holen...

 

An diese finstere Antiutopie muss ich immer wieder mal denken, wenn ich Nachrichten wie die zuletzt aus Nairobi höre...

 

Und wenn man dann die Morlocks direkt vor der eigenen Haustür wähnt – sprich: mit herrenlosem Koffer am Düsseldorfer Flughafen, dann entpuppt sich dieser nach einem riesen Tamtam als völlig harmlos und die vermeintlich entdeckten Drogen sind in Wahrheit Mehl und Zimt – peinlich, peinlich... Drei Stunden Stillstand und 100 umgeleitete Flüge, wenn ich mich nicht irre! Wie mans macht ist es eben verkehrt...  

 

Besser ich vermeide jedenfalls in diesem Beitrag das Wort B  o  m  b  e , sonst steht morgen Minister Friedrich vor meiner Tür. Schließlich habe ich ja mal Chemie studiert und dann noch neulich Gysi gewählt. Da ist doch eindeutig ein Trend zu erkennen oder etwa nicht Herr Friedrich...?!

 

PS: Von wegen NSU – Wann sehen wir eigentlich den Tatort, in dem die Polizei sich so katastrophal dumm anstellt wie in der Wirklichkeit...?!






22. 09. 2013             Das Unwichtigste zur Wahl


 

 

Liebe Gemeinde, vieles ist über die Bundesraute schon geschrieben worden. Doch etwas fehlt noch:

Die Raute ist ein Jupitermotiv.

 

Ihre Form besteht aus 60- bzw. 120-Gradwinkeln und diese bilden die Geste von Wachstum und Weite – klassische Jupitermotive... Merkel ist ein äußerst krebsbetonter Mensch, der besonders von Jupiter geleitet wird.  Mit der Raute (Jupiter) vor ihrem auch Bauch (Mond) präsentiert sie quasi ein Signum ihres eigenen Wesens... Auch in den zahlreichen ihr angedichteten Titeln von der Queen (Jupiter) of Europe bis zur Eiernden (Mond) Lady erfasst die Journaille, wenn auch unbewusst, diese Grundmotive. Neulich verglich ein Kommentar ihre Gegenwart als politische Größe mit dem Gedicht:

 

Der Mond ist aufgegangen

wie wahr, wie wahr ...

 

Wie ist die Welt so stille,


Und in der Dämmrung Hülle


So traulich und so hold!


Als eine stille Kammer,


Wo ihr des Tages Jammer


Verschlafen und vergessen sollt.

 

Klingt doch wie aus einer Angie-Wahlkampfrede...

 

Auch das Deutschland-Horoskop der Wiedervereinigung ist übrigens jovial betont und damit hat eine Portion Feudalismus Einzug gehalten in der eigentlich saturn-geprägten Republik... Da werden Regierungszeiten gerne einmal wie die Gärten von Versailles weitläufig ausgedehnt und auch heute wird wohl nur das Tor zu einem neuen Parkflügel aufgestoßen werden. Man munkelt allerdings, dort wüchsen kaum noch gelbe Blüten, dafür sei der Rundweg hier und da mit einer Steinbrücke dekorativ verziert...

 

Lassen wir uns überraschen!

 






9. 09. 2013    Deutschland geht es gut!




Noch ein Mal:

Deutschland geht es gut.

 

Den leicht beschwipsten etwas wässrigen Singsang der Kanzlerin muss man sich bei diesen Worten dazu denken... Und es muss wohl stimmen. Man sieht es daran, dass die Obstbäume voller Früchte hängen und die Leute zu satt sind sie zu pflücken. Bei EDEKA liegen die neuseeländischen bequemer im Regal und man muss nicht auf die Leiter steigen...

 

Überhaupt – es ist doch so: Wenn einer einen Baum voller Birnen hat und der andere hat noch nicht einmal einen Baum, dann haben statistisch gesehen beide mehr Äpfel als sie das ganze Jahr über zwischen Kuchen und Schlagsahne schieben können.

 

Also lasst uns gemeinsam sagen:

Deutschland geht es gut!

 

Wer jetzt einwirft man könne nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, dem antworte ich: Merkel mit Kohl aber schon! Vorgartenpolitik für die eigenen Reihenhäuser hier wie da! Aber – wie könnte es auch anders sein. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Schlamm... Wenn ich jetzt alle Wortspiele durch habe, vielleicht noch eine konstruktive Parole:

 

Wohnblockbewohner auf die Gartenzäune,

pflückt euch die Nettotüten voll!!

 

Ich persönlich spiele seit einigen Wochen A-U-S-AUS zwischen hellrot, dunkelrot und grün. Mal sehen wer gewinnt... Vielleicht mache ich es wie die Tomate, die seit einigen Wochen auf meiner Fensterbank liegt. In winzigen Schritten wandelt sie ihre Farbe von grün über hell- nach dunkelrot... –  G e m ü s e  k a n n  s o o o  w e i s e   s e i n  . . .

 

Ach ja, übrigens: 

K r ä w i n k e l  geht es gut!

 

Der Sommer hier war sehr groß und an unseren  H e r r n  habe ich eigentlich nur noch diesen einen Wunsch:

Leg deine Schatten auf die Sonnenuhren

und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiel den letzten Früchten voll zu sein.

Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,

dränge sie zur Vollendung hin und jage

 

die Kanzlerin vom Hof!!!



24. 08. 2013   Games.com – geh weg!
 

Hier, voll krass gestern! Morgens um 9.00 am Bahnsteig: Massen von 14/15-Jährigen auf dem Weg zur Computermesse Games.com! Jünger auf dem Weg zu ihrem Tempel. Eine Pilgerwanderung wie sie Köln sonst kaum je erlebt... Und mir fällt auf, eine amorphe Schlaffheit, eine ungesunde Blässe hat sich unter den Junkies breit gemacht...


Unsereiner war ja beschenkt mit der Gnade der frühen Geburt. Als Teenager der Achtziger durften wir an harmlosen Atari-Konsolen noch weitgehend unversehrt unter dem anrollenden Spiele-Tsunami hindurch tauchen – Glück gehabt!! Um ganz persönlich zu sprechen – ich verlor meine Unschuld einst mit dem legendären Spiel:


S P A C E   I N V A D E R S

 

Danach kam aber auch eigentlich nichts mehr. Die hypnotisierend einfache Mechanik des Zocks mit dem sagenhaften Sound wurde nie wieder erreicht und PacMan war eigentlich schon wieder  Playmobil...

 

Die Pointe der Geschichte aus heutiger Sicht ist die: Die Space Invaders sind in Wirklichkeit wir selbst! Der Mensch FÄLLT suchtartig in jeden RAUM EIN – um ihm wo es nur geht irgendeine FORM zu verpassen... Es begann einst in der Außenwelt und man nannte es Industriegesellschaft. Doch ganz nach dem Motte:


Gestern standen wir am Abgrund – 

aber heute sind wir einen großen Schritt weiter!

 

hat sich unser Lebensmittelpunkt nun ins Mentale verlagert und so werden heute vor allem GedankenFORMEN geprägt, in Beton gegossen, ja am Fließband produziert! Man nennt es

 

InFORMationsgesellschaft...

 

Die Tiefe des Raumes, in die einst Netzer seine genialen Pässe auf Heynckes spielte, lässt sich kaum noch erfahren. Ja, selbst beim Kicken hat sich der neuronale Gestus des Tiki-Taka-Kurzpassspiels breit gemacht...

 

Ist es da ein Wunder, wenn das Imperium zurückschlägt

und Kopffüßler hervorbringt, die so:

...am Bahnsteig stehen?!!




15. 08. 2013      Die Zeit der Wahlplakatierung hat begonnen!




 

Wer das hier allerdings sein soll – keine Ahnung...

Nur dieser leicht besoffene hypnotisierende Blick kommt mir irgendwie bekannt vor...

 

Ich weiß nicht wie es dir geht, lieber Mitwähler, liebe Mitwählerin, Ich jedenfalls kann mich grad kaum noch entscheiden, bei welcher Farbe ich mein Kreuz ablegen soll...

 

abgesehen von  G E L B  natürlich!!!

 

In letzter Zeit hat sich doch deutlich der Frust in den Vordergrund geschoben... Bin von Haus aus wirklich kein Verschwörungstheo, aber wenn ich mir zum Beispiel das unterirdische Versagen in Sachen NSU ansehe, die Aktenschredderei  als die ganz Geschichte auffliegt, jetzt die NSA-Sache..., der Fall Mollath als bayrisches Provinzpendant dazu, da entsteht doch sehr das Gefühl einer Fassadendemokratie in der tatsächlich unheimlich viel unter der Bettdecke bleibt... Staatsdoping zu BRD-Zeiten passt perfekt ins Bild und aus der gleichen Zeit – die RAF – Schleyer-Entführng, Buback-Attentat mit noch immer verschlossenen Akten – um eine milde Formulierung zu WÄHLEN: das stinkt doch alles zum Himmel...

 

Also – was WÄHLEN...? Gestern fuhr ich mit dem Rad an einer Serie von Wahlplakaten vorbei und bei jedem der einzelnen Versprechen dachte ich: Ja, das will ich doch auch! Und erst beim sechsten Spruch entdeckte ich, dass es LINKS-Botschaften waren... – erwischt!

 

Soll ich’s also mal Wagen...knecht auftragen, meine Stimme zu erheben...? Nächste Woche ist Gysi himself in the house hier in Bo-City –  glaube, ich geh wenigstens mal hin! Autogramm oder so...

 

Und überhaupt: Wie gut, dass hier  im beschaulichen  K r ä w i n k e l  ich selbst mit 100% der Stimmen auf Lebenszeit geWÄHLT bin...

 

Es lebe das EinParteienSystem!



10. 08. 2013          ASU

 

Liebe Gemeinde, dies ist mal wieder ein Beitrag über unsere amigonischen Freunde, also über die Beus änd Görls von drüben. Aber – ASU kann man ja nicht mehr schreiben... Der Feind (ANS) hört mit! Deshalb also:  A S U ...

 

Inzwischen erinnert mich die Lage im Länd of se bräev eher an Obaamagau. Total gestört und voll kräesie. Manchmal überlege ich selber mit ein paar Touristen rüber zu fliegen und hier und da ein bisschen den Rasen zu spr... na – das Wort schreibe ich jetzt mal lieber nicht... Huh nows, welchen Filter dieser Text durchlaufen muss...

 

Aber was mich ja schon mal nach ASU locken würde, sind die fantastischen kalorinarmen Waffelgesetze! Damit kann sich jeder seine ganz persönlichen Pralinen backen – beneidenswert...

 

Feigheit, Reichheit, Prüderlichkeit!

 

zum Beispiel ... oder werfe ich da jetzt was durcheinander...??

 

Natürlich sind deutsche Waffeln (etwa von der Firma Bäckler und Koch) auch nicht zu verachten. Ja, ich glaube man kann sagen:

Die deutsche Waffel

ist eine friedensstiftende Maßnahme für die Welt!

 

Oder ist es etwa nicht die Herzform der deutschen Waffel, die an so manchem Kaffeetisch verhindert, dass die Familienmitglieder gewalttätig übereinander herfallen...??

 

Glaube, jetzt bin ich abgeschwiffen... muss auch sowieso in die Küche. Ich backe mir nämlich heute eine  r i e s i g e   S a h n e b o  – ups...!!!







14. 07. 2013         Frauen spielen Fußball

Zum Beginn der Frauen Fußball-EM habe ich diese rükwärtsgewandte Meinung zugesandt bekommen, von einem gewissen Herrn Gröhlemeyer – geradezu reaktionär... Lesen Sie selbst!

 

Frauen



Frauen spielen Fußball

      Frauen steigen hoch zum Kopfballduell.

Sie bringen jeden Stürmer zu Fall

bei BVB und VFL.

Ja, Frauen sind so gern NEIDisch

und nie mehr irgendwie weibisch!

 

Frauen bringen die Kinder

direkt in der Kita zur Welt.

Beruflich sind sie Erfinder

und auch sonst breit aufgestellt.

Oh, Frauen sind einfach gescheiter

müssen hinauf auf die Karriereleiter.


Frauen finden schweres leicht

Sie sind stark und gewinnen sogleich.

Werden als Kind schon auf Mann geeicht.

Wann ist eine Frau ein Mann?

Wann ist eine Frau ein Mann?

Wann ist man als Frau ein Mann???

 

Frauen werden Kanzler,

Frauen werben nicht für Parmesan.

Frauen fahren Panzer

im Dschungel von Afghanistan.

Oh, Frauen sind unverletzlich

und Kerle so was von ersetzlich.


Frauen kennen jeden Trick.

Frauen nutzen alle Mittel.

Frauen finden sich schick

mit EM-Pokal und Doktortitte......l

Oh, Frauen sind auch Menschen,

sehnen sich nur nach Attention...

 

Frauen haben schweres leicht

Ohne Nachwuchs sparen sie sich reich.

Bis zum Kinn schon auf Mann geeicht.

Wann ist eine Frau ein Mann?

Wann ist eine Frau ein Mann?

Mann, Mann Mann, Mann, wann ist frau ein Mann???







07. 07. 2013        Ganz großes Tennis...





 

...von Damen, Herren und Außerirdischen gibt es zurzeit wieder in Wimbledon zu bewundern. Doch bei diesen Gesichtsausdrücken muss die Frage erlaubt sein: Ist das noch Gegner- oder schon Feindaggressivität...?

...fünf, sechs, sieben, acht –

die Gegner werden platt gemacht...

 

So skandierte einst die gegnerische Mannschaft im Chor als mein Sohn achtjährig zu einem E-Jugendspiel antrat.... Spätestens da hätten alle Beteiligten zur stillen Besinnung nach hause gehen sollen, aber auf mich hört ja keiner... Wenn heute ein Fußballer seinen Gegenspieler vorsätzlich von den Beinen holt, dann heißt das euphemistisch: taktisches Foul. Der Regelverstoß ist also längst ins Spiel integriert...

 

Ich denke in der Politik muss man das genau so sehn... Abhören ist zwar verboten, alle machen es aber trotzdem – taktisches Foul – das gibt Gelb und weiter gehts... Was mal wieder beweist, dass der Fußball den perfekten Mikrokosmos darstellt – und bekommen wir etwa nicht gerade die Torkameratechnik?? Der Überwachungsstaat ist also auch dort – und gewollt!


Das einzige was sich bei aller  T r a n s p a r e n z  seltsamerweise immer mehr verschleiert ist die Sprache selbst. Die Bedeutung mancher Worte ist kaum noch zu entschlüsseln... Auf diesem Gebiet leistet der Globus zurzeit ganze Arbeit: In einer Welt in der der Turbokapitalist China die sozialistische Fahne hochhält, kann auch ein Orwellscher Überwachungsstaat die Freiheitsstatue sein Nationalsymbol nennen...

 

Hier im beschaulichen  K r ä w i n k e l  lebt man übrigens schon lang eine

 

Sozialistische Freiheit

auf der Grundlage eines frei-sozialen

 Freiheitssozialismus.

 

In diesem Sinne verbleibe ich mit der magischen Losung aller Geheimdienste dieser Welt:

 

Spiel, Satz und Sieg!




02. 07. 2013      Partner dritter Klasse...

 


Amerika ist ein Schurke,

             aber es ist unser Schurke.

 

Mit dieser Formel musste man sich in der Vergangenheit so manchen Wahnsinn aus dem Wilden Westen schön trinken. Nun stellt sich heraus: Wir sind für unsere amerikanischen Friends nur noch Partner dritter Klasse – wie der Spiegel aus einem NSA-Dokument zitiert...

Und ich muss ganz ehrlich sagen, so eine Formulierung sticht schon etwas in die Nieren... Derart arrogant und von oben herab behandelt fühlt man sich als NRWler sonst nur vom bayrischen Lokalpolitikern...

 

Hier in der  k r ä w i n k e l s c h e n  Provinz sieht man die weltpolitische Lage wie folgt:  Der amerikanische Patient hat über Jahrhunderte einen tief verdrängten kollektiven Minderwertigkeitskomplex in einem auf der Weltbühne ausgelebten Helfersyndrom (Weltpolizei) kanalisiert und eigentlich eher zufällig haben wir in Old Europe die meiste Zeit davon profitiert...

 

Es könnte jedoch sein, dass der Wind sich dreht, dass der Große Bruder dabei ist seines Wir-sind-die-Guten-Selbstbildes überdrüssig zu werden und dass darunter ein anderes Naughty-America ganz unverschleiert hervortritt... Für diesen Fall können wir uns wohl alle warm anziehen... Vom beschaulichen  K r ä w i n k e l  aus vernimmt man jedenfalls tief im Westen ein dunkles Grollen am Horizont.

 

Wie heißt es in einem bekannten Volkslied doch so treffend:

 

Oh. Oh

Amerika, du hast viel für uns getan –

Oh, oh,

Amerika, bitte tu uns das nicht an –

oh, oh...

 

Ach ja, übrigens! I take pride in the words:

 

I c k   b i n   a i n   K r ä w i n k e l e r !






22. 06.2013     Prison, äh – prism...


Amerika ist zu groß für die kleine Welt von Kräwinkel. Vor Obamas Besuch hatt ich den Gedanken verworfen, ihn hier zu kommentieren. Stattdessen schaute ich mir die Rede an und – am meisten beeindruckt hat mich das Panzerglas zwischen Rednern und Auditorium, also –  among friends...

Das hat mich doch sehr an ein früheres Gedicht von mir erinnert, mit dem ich doch mal wieder regelrecht prophetische Fähigkeiten beweise... Deshalb hier noch ein Mal:


Überall ist Strom zur Hand
Eine Elegie americaine


Überall ist Internet.
Überall ist Werben.
Oben hoch im Weltenraum
wie unten hier auf Erden.


Über uns ist Satellit

und man funkt per SMS.
Alles wird gespeichert,
wenn ich auch vergess.
 
Unter uns ist Überwachung,
doch die meisten finden’s gut.
Alle wollen allen sagen,
wer man ist und was man tut.
 
Überall ist nirgendwo.
Orte gehn verloren.
Doch man fühlt sich virtuell
fast wie neu geboren.
 

Zwischen uns ist Glasbaustein

und wir graben nach dem Wunder ...
Tiefer sinkt das ganze Sein.

Höher stapelt sich der Plunder.






06. 06. 2013      Die Ästhetik des Bösen





 

Mein Sohn macht in Mathe gerade Kurvendiskussion. Neulich habe Ich ihn gefragt, ob sie da schon die  Ä s t h e t i k  d e s  B ö s e n  besprochen hätten, aber es war wohl noch nicht dran – mal wieder ein krasser Fehler im Unterrichtsplan...

 

Einen guten Eindruck der zu abstoßendem Design gehörenden Formen und Proportionen bekommt man beim Anblick der deutschen Drohne Euro-Hawk (aber natürlich kann man auch beim Look von so manchem US-PKW fündig werden...) Wie heißt es doch so schön:

 

Bad ist beautifull!

 

Zurück zur Drohne: Ich möchte sagen, ein gelungener Entwurf kompakter Hässlichkeit! Eindeutig abstoßend, diabolisch durch und durch. Bestens geeignet als Visitenkarte eines zünftigen Evil-Empire! – Der freundliche Herr rechts im Bild ist übrigens nicht de Maizière in Anbetracht der Rücktrittsforderungen, sondern mein neuer Nachbar, ein gewisser  A l i e n ,  der seit kurzem über mir wohnt... (aber im Hausflur immer sehr, sehr freundlich!).

 

Im Ernst:

 

Mein persönlicher Beitrag zum Weltfrieden ist es, an dieser Stelle den Aachener Bildhauer Ewald Mataré vorzustellen. Die gesamte Kunst, das ganze Schaffen, des einstigen Beuys-Lehrers ist eine Huldigung an die  F o r m e n  d e r  F r i e d f e r t i g k e i t .  Seine Tier-Skulpturen etwa wären als Leitmotive der veganen Bewegung geeignet, denn sie zeigen die Tiere als das, was sie sind: Leben, das das Paradies noch nicht verlassen hat...








22. 05. 2013.     Finale der Champignon-Liga - Wer schafft es auf den Teller?



 

 


Es isst wieder so weit. Europas Pilze buhlen um den ersten Platz auf dem Speiseteller. In diesem Jahr ganz vorne mit dabei, in der rechten Ecke: Bekannt schon als Dekoration unserer Kinderbettwäsche,

d e r  F l i e g e n p i l z !

 

In der linken Ecke: Der unerwartete Herausforderer, weit weniger renommiert, ja kaum jemandem bekannt, 

d e r  S c h w e f e l p o r l i n g !

 

Die Kasper aller Kochshows der Nation sind sich einig: Es wird ein knappes Rennen. Dabei liegen die Unterschiede doch auf der Hand! Der Fliegenpilz lockt durch seine luxuriöse Farbe und führt durch seine die Sinne vernebelnde Wirkung zu einem vorübergehenden Hochgefühl, ja vom Schweben und von überirdischen Kräften ist die Rede. Doch die Stärke des Magic Mushrooms wird weit übertrieben. In Wahrheit ist er nur halb so gefährlich, wie sein Ruf und geschmacklich bringt er wenig Neues in die Küche...

 

Ganz anders der Schwefelporling! Dank seiner Signalfarbe und massiven Größe schon von weitem zu erkennen, wächst er bereits schnitzelförmig aus dem Baum! Die Konsistenz des Fleisches und sein Hühnchen-Geschmack haben ihm den Namen Chicken of the woods eingebracht. Unter eingefleischten Vegetariern gilt er als Geheimtipp für ganz besondere Festspeisen! Und das Beste: Während der Rote mit dem Filz am Hut seine Heimat in einem seltsamen fernen Land namens Bayern hat, wächst der gelbe Teufel direkt vor unserer Haustür und hat in diesen Tagen Hochsaison!

 

Der Fall liegt also klar. Es kann also nur einen Glückpilz geben!

Daher mein Tipp: 5:3 nach ES.



Ach, ja! Schwefelporling bitte nur abgekocht verzehren! Man möchte doch das Spiel am Wochenende noch genießen... ;-))






16. 05. 2013     Mein erste Pipeline

 

 

Nachdem ich seit ein paar Tagen Besitzer einer kleinen aber feinen Privatbank bin, hab ich nun gerade gestern meine erste Pipeline verlegt. In einem freundlichen Gespräch habe ich dazu von meinem Nachbarn (seine Hütte, sein Dach) die Rechte erworben und dann habe ich mit ein paar Handgriffen die Regenwasser-Sammelrinne installiert.

 

Ein fantastisches, ja, ein erhebendes Gefühl! Zu sehen, wie das kostbare Nass durch die Rinne fließt und dann am Ende in die aufgestellte Tonne fällt – einfach großartig! Und seltsam... – wie ich so still den Fluss der Leben spendenden Flüssigkeit beobachtete, stieg in mir dieses bekannte Gefühl auf, dieser vertraute Gedanke:

M E I N S !

 

Was eben noch als niemandes Besitz allen gehörend vom Himmel gefallen war, wurde mit dem Rinnen durch die von mir gebaute Pipeline zu: M E I N S!  Nun sitze ich hier und sinne nach einem Geschäftsmodell für mein Privatwasser. Die Nachbarn könnten doch mit Tomaten bezahlen, das wäre doch nur legitim – oder nicht...?

 

Es ist doch so: Den Kindern wird einfach viel zu spät der Unterschied beigebracht zwischen:


M E I N  und  S E I N

 

Na, das sind so Gedanken... Ich habe vor allem zwei Gartennachbarn. Er (68) beklagt sich immer bei mir was sie für eine dicke Rente hat; sie (89), flüstert mir beim Unkrautziehen, dass er in allem so geizig ist... Ich sag dann immer so was wie: hm... oder na ja... um möglichst nicht zwischen die Fronten zu geraten. Jedenfalls stimmt aber doch, was sie neulich zwischen Rosen und Gemüsebeeten lakonisch in den Frühlingswind  gesprochen hat:

 

Das letzte Hemd hat keine Taschen...

 

Das muss wohl an den fallenden Kirschblüten liegen, dass man selbst im Mai so ins Grübeln gerät... also hier noch ein kleines Rätsel zur Aufheiterung. Wer als erster die richtige Antwort einsendet, bekommt von mir 1 Million Tropfen Gartenwasser ganz umsonst geschenkt!

 

                                Wie heißt eine Stadt?

 

                                                             A: Mainz                     B: Deins

C: Seins                       D: Ihr seins







04. 05. 2013  Notleidende Gartenbank







Gestern war ich kurz im örtlichen Baumarkt und habe mir ein paar Holzleisten aus den Regalen geholt. Dann bin ich zum Ausgang marschiert und habe der Kassiererin erklärt, ich hätte eine Notleidende Bank zu retten und das ich gehört hätte, die Kosten solcher Maßnahmen würden von der Allgemeinheit getragen. Die Kassiererin hat daraufhin etwas schräg über ihre Brille geguckt und den Filialleiter gerufen. Dem hab ich dann das Foto gezeigt, worauf er erklärt hat, es tue ihm Leid, aber die Bank sei nicht S Y S T E M relevant...

 

Ich muss jetzt sagen, aus meinem laienhaften Blickwinkel stellt sich das  S Y S T E M  etwa so dar, dass wir seit mindestens 30 Jahren einen schuldenfinanzierten sozialen Frieden haben, und dass das  S Y S T E M  ohne diesen säkularen Ablasshandel längst genau so explodiert wäre wie der große Gegenentwurf der Geschichte implodiert ist.

 

Die Baumarktkasse am Freitagabend ist aber wohl nicht der richtige Ort um die  S Y S T E M frage neu aufzurollen; gerade hier, wo sich Zerstreuungsgedöns und Ablenkungsartikel bis in Schwindel erregende Höhen stapeln. Also gab ich nach, vollführte einen Merkelschen U-Turn und legte dem guten Mann mein Portmonee auf den Tresen mit den Worten: Hier, nimm dir 

 

S O  V I E L  D U  B R A U C H S T

 

Ich staunte nicht schlecht, als der Marktchef nun meine Geldbörse schamlos bis zum Grund ausleerte, doch bestätigte die Szene mein ungutes Gefühl zu dem Motto des aktuellen evangelischen Kirchentags. Der Slogan klingt doch seltsam nach es noch mal richtig krachen lassen und man denkt eher an den ordentlichen Schluck aus der Pulle als an existentielle Genügsamkeit. Wenn das Motto dann noch xavier-naidesk verpoppt im Radio erklingt, will man endgültig den Kirchenaustritt und sehnt sich nach musikalisch niveauvoller Baumarktberieselung...

 

Heute habe ich vor zur Tat zu schreiten und meine Privatbank vor dem Untergang zu retten, nur dass mir eine zickige Stimme aus dem Hinterkopf keine Ruhe lassen will. Sie erklärt mir, dass die Hilfsmaßnahme mit den billigen Dachlatten für 32 Cent pro Meter total provisorisch ist und nicht lange halten wird. Sie meint, ich hätte doch in die stabile Saunabankleiste für 6 Euro investieren sollen, denn das sei eine nachhaltige Lösung! Aber – ich hab die Bedenken jetzt doch vom Tisch gewischt: Mit der Sparlösung kann ich meine Bank ja schließlich fast zwanzig Mal günstig retten und das müsste für meine persönliche Amtszeit doch wohl reichen...

 

Ach ja! Wie sagte einst ein berühmter deutscher Gärtner:

 

Was ist das Ausrauben einer Bank,

gegen das Gründen einer Bank..!

 

In diesem Sinne allen eine gesegnete Gartenzeit!

 

 

 


 



20. 04. 2013        Die eiernde Lady


 

 


Die Geschichte der Moderne ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Das Thema hier weiter auszubreiten, würde wohl den Rahmen sprengen... Ich fasse deshalb nur das erste und das letzte Kapitel in einem Satz zusammen, indem ich sage, dass wir uns vom Funkeln der Sterne ab- und dem Flimmern der Kiste zugewandt haben...

 

Schaltet man in diesen Tagen gegen 22.00 Uhr im FERN SEHEN das Programm SÜD-OSTEN  ein, dann steht über dem Horizont ein hell und freundlich leuchtender Stern namens Spica. Er bezeichnet die Kornähre im Sternbild Jungfrau. Die Kundigen aller Zeiten beschreiben diesen Stern als das wohltätigste Licht am Firmament. Den unter ihm Geborenen verleiht er Erfolg, Wohlstand, und den unerwarteten Aufstieg in allerhöchste Würden und Ämter. 

*

Zu den so beschenkten gehörte zum Beispiel Prinzessin Diana. Aber auch unser aller Engel Angela hat einer ihrer Hauptstromleitungen genau in dieser Steckdose... Wenn sie also mal wieder diese erstaunliche Ruhe ausstrahlt, mit ihrer Unaufgeregtheit die Menschen regelrecht einlullt und sie irgendwie über allem zu schweben scheint, so dass man sich fragt: Wie macht die das bloß ...? dann muss es wohl daher kommen, von höher eben...

Spica schwankt in seiner Helligkeit in einer Periode von 4 Tagen. Und kennen wir dieses hypnotische Pendeln nicht irgendwoher...? So dürfte man vielleicht feststellen: Nicht nur der Bambus, auch der Weizen wiegt sich im Wind...

Falls man es schafft noch ein halbes Stündchen länger auf dem Balkon sitzen zu bleiben, sieht man übrigens LINKS von Spica in trauter Nachbarschaft Saturn aufgehen und der bildet ein Schlüsselmotiv im Leben des Steinbocks Steinbrück...

               *

                                           *

Aber, was ist denn das für ein Klassenunterschied...? So eine unscheinbare Kugel mit schlechtem Image und ohne eigenes Licht gegen diesen strahlenden Stern ...? Also wirklich, ein geradezu unfairer Vergleich und ein schon jetzt verlorener Kampf...!

Machen wir uns also vertraut mit einer weiteren Merkelschen Schwank- und Wank-Periode von 4 Jahren... Irgendwo hab ich diesen schönen Satz gelesen. Wo war das noch...? –  Grad vergessen...  Na, egal:

Alles hat seine Amtszeit...

***




14. 04. 2013      Endlich!!!


Frühling

 

Frühling, du coole Sau!

Endlich bist du da. Das wurde aber auch Zeit!

Der Himmel – ach, egal.

Komm in meine Arme, du alter Kupferstecher.

Weißt Du noch letztes Jahr, wir beide,

nur du und ich? Mann, Mann!

 

Frühling, du obercoole Sau.

Das Leben – ach, auch egal.

Komm, lass dich mal ansehen.

Wie grün Du bist, wie blau!

 

Mein Frühling du, alter Schwede,

weißt du eigentlich wie lieb ich dich hab?

Bis zum Langenberger Sender hab ich dich lieb

und das ist weit.

Wie schön, dass du da bist, du Wonneproppen.

Du blauer Enzian, du.

Du bist mir die Rosi aus dem Sperrbezirk.

Du blütenblattgepuderter Biergartentisch.

Du blauweißkariertes Liebesnest.

Du Folienkartoffelkräuterquarkspaß.

Du Birkenstocksandalenausderhintersteneckezieher.

Die Sonne steht tief, ich leg die Füße hoch.

Oh Gartenstuhl, dir gebührt ein eignes Gedicht!


Über allen Gipfeln ist Ruh.

Der Herrgott geht auf leisestem Schuh.

Ich höre den Vögeln zu bei ihrem huhu.

Beobachte die Goldfische beim baden

und auf der wilden Wiese ganz hinten,

wo die Schachtelhalme im Dunst beinahe verschwinden, 

da grillen die Zikaden.







14. 03. 2013      Stadt der tausend Schlösser
 

Jedem der sich einmal am Kölner Hauptbahnhof umgesehen hat, leuchtet unmittelbar ein, dass auch Gebäude in eine Massenkarambolage geraten können. Die Architekturepochen sind hier derart ineinander verkeilt, dass kein archäologischer ADAC sie je wieder auseinander pflücken könnte.

Es muss wohl die oft zitierte Gaffermentalität sein, die mich von Zeit zu Zeit doch für einen kleinen Ausflug an den Ort des Geschehens zieht... So schlenderte ich auch letztes Wochenende mal wieder über die Hohenzollernbrücke, vorbei an den tausend Schlössern von Köln und stand kurze Zeit später staunend und störend in der Stadt herum. 

Der Dom passt schlecht aufs Bild. Er sperrt sich regelrecht dagegen, geknipst zu werden. Ich gab den Versuch auf und ging stattdessen hinein, zündete eine Kerze an und warf einen Blick um die Ecke zum Gerhard-Richter-Fenster. Irgendwie fand ich es diesmal ganz schön. Dadurch, dass es sich von seiner Umgebung so völlig absetzt, wirkt es irgendwie sakral...

Der eigentliche Grund meines Besuchs war jedoch die 24-Stunden-Lesung 100 Bücher im WDR-Funkhaus zum Auftakt des Literaturfestivals. Nachdem ich schon öfter am Radio zugehört hatte, wollte ich mich diesmal ans andere Ende der Leitung begeben, also quasi mal ins Radio hinein klettern...

Als ich eintrat, war etwa das dritte Wort Tatort, das fünfte Mord und darauf folgten die üblichen Verdächtigen wie Blut, Leiche, Spurensicherung, etc... Hatte ich mich irrtümlich ins Fernsehen verlaufen...?! Nein, zwar wurde zwischendurch auch aus richtigen Büchern gelesen, nur war ich genau in die Krimiecke geraten. Das Böse lauert eben überall...

So dauerte es nicht allzu lange, bis ich so etwas dachte wie: Kenn ich schon und mein gemütliches Heim mit Heizung und Käseauflauf erschien vor meinen Augen. Schön wäre es gewesen, hätte ich jetzt aus dem Radio heraus direkt nachhause in meine Küche hüpfen können. Aber, obwohl gerade mal wieder CEBIT war – die wirklich guten Erfindungen lassen irgendwie doch auf sich warten... und so blieb mir nur der Rückweg durch das Unfallchaos und zum NRW-Express.

Immerhin hatte ich so auf der Heimreise noch etwas Muße zum dichten und  als der Zug an Kölns Schlössern vorbei über den guten alten Reim schaukelte, ließ ich mich doch zu dieser Liebeserklärung an meine Ausflugsstadt inspirieren:


Dû bist mîn, ich bin dîn.


des solt dû gewis sîn.


dû bist beslozzen 
in mînem herzen,


verlorn ist das sluzzelîn:


dû muost ouch immêr darinne sîn.





21. 02. 2013        Hin und weg

  

Eben steh ich mit dem Rad an der Ampel, da fällt mein Blick auf ein Ladenlokal an der Ecke. Vor ein paar Monaten war hier noch das Büro der Linkspartei, aber wie schnell ändern sich die Zeiten! Jetzt steht im Schaufenster ein BMW-Roadster, so dass man sich fragt: Wie ham se den wohl durch die Tür bekommen? In der Sprache arrivierter Marketingstrategen nennt man so was wohl einen

HINGUCKER...

Die Ampel wechselt auf grün, ich fahre los und nähere mich nun einem klassischen Bochumer

WEGGUCKER, 

dem Bunker an der Universitätsstraße. Immerhin hatten vor einigen Jahren ein paar Leute, die Idee einen schnuckeligen kleinen Wolkenkratzer darauf zu setzen  und was soll man sagen – das Ding ist eigentlich ganz nett geworden. Formgebendes Motiv des so genannten Exzenterhauses war eine Kurbelwelle (Dynamik und so...). Sieht aber auch ein bisschen nach gestapelten Bauklötzen aus. Also im Grunde gar nicht mal so übel...

Nur im unteren Bereich ist der Turm etwas nackt geblieben... Ja, man kratzt sich am Kopf und fragt sich, ob es bei der Ausschreibung Bedingung war, dass der Bunker nach dem Bau genau so hässlich auszusehen hat wie vorher! Ein paar Glaskacheln mehr hätten den Schuldenturm doch auch nicht zum Einsturz gebracht...

Na, man steckt da nicht drin. Wahrscheinlich war der Architekt so ein Hamburger Emporkömmling, der sein erstes Büro hier an der Alleestraße betreibt, der das Leben im sozialen Brennpunkt spannend findet und den Pott überhaupt so echt und irgendwie total ehrlich... Und da sind Bunker eben nicht hässlich, sondern erhöhen die Credebility... 

Dummer weise segnet nun Opel in Bochum gerade dass Zeitliche und damit schmeckt die Kurbelwellengeschichte jetzt etwas nach sentimentaler Reminiszenz an die golden days der Bochumer Autoindustrie... Man sollte sich eben nicht von jedem dahergelaufenen Hamburger einen Klops ans Ohr quatschen lassen (siehe Steinbrück...) Aber na ja, irgendeine Zukunft wird der Turm schon haben. Die Zeiten sind so schnelllebig – in ein paar Jahren ist da vielleicht schon der Regierungssitz der Linkspartei... Also, lieber BMW-Fahrer, bring dein Geld noch heute in den größten bekannten Bunker: 

D I E  S C H W E I Z !

 

 




16. 02. 2013     Der Himmel runzelt die Gestirne

 

Dies sind mal wieder so Tage, an denen ich mich aufs ganz hohe Ross setze, mir selbst auf die Schulter klopfe und sage: herzlichen Glückwunsch, alter Kumpel, zu 8 Jahren vegetarischem Speiseplan! Es lebe die Gemüse-Lasagne! Ich habe kein Pferd getötet, geschweige denn gegessen. Ich wasche meine Teller in Unschuld. So weit so gut.

Persönlich habe ich auch nicht den Mars angebohrt (wie gerade aus reiner Couriosity geschehen...) und fürchte doch, dass ich mich hier nicht so leicht aus der Affäre ziehen kann. Doch als waschechter Kräwinkeler habe ich immerhin das Recht, mich als so naiv und hinterwäldlerisch zu outen, dass ich dieses gottlose Treiben im Namen der Forschung als dumm und lächerlich ansehe.

N o t   i n   m y   n a m e !  

lautet deshalb meine Parole! Jetzt hat der Himmel ein Loch und kaum eine Woche später bekommen wir einen kosmischen Streifschuss, es regnet Steine und der katholische Spielführer verlässt unter Blitzlichtgewitter den Petersplatz. Was mich dabei irritiert, ist diese zufällige Häufung von Zufällen...

Immerhin spannt sich nun ein erstaunlicher Gewitterbogen vom Abtritt des Papstes über ein halbes Jahrtausend zurück zu Martin Luther mit seinem stürmischen Erweckungserlebnis...

Welch eine unerwartete Ökumene!


Ach ja, gerade mach ich das Fenster auf und was hör ich da..?

Die Sonne tönt nach alter Weise

im Bruderspähren Wettgesang.

Und ihre vorgeschriebne Reise

vollendet sie mit Donnergang!

Und da denk ich so bei mir:

Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke, 

wenn keiner sie ergründen mag.

Die unbeschreiblich hohen Werke 

sind herrlich wie am ersten Tag.


... na, ja ... bis auf das Loch im Mars ... und die Reifenspuren auf dem Mond ... und die paar hundert Satelliten ... und Windräder, äh Atomkraftwerke  ...




06. 02. 2013              Baut schon mal die Wagen um!

 

Wie mir meine bereits mehrfach erwähnten hervorragenden Quellen berichten, steht der Schavan-Rücktritt für kommenden Freitag an. Und – wer hat schon geschaltet?? Genau! Das wäre der dritte Karnevalsfreitagsrücktritt in Folge!!

Guttenberg, Wulff, Schavan –

welch ein Dreigestirn!

Die Anspielung mit Prinz, Bauer und Jungfrau erspare ich uns jetzt mal, aber den entsprechenden Wagen sehe ich schon vor mir...  Deshalb, Jecken zwischen Mainz und Düsseldorf:

Es gibt viel zu tun –

fangt schon mal an!

Ich bin ja genetischerseits eher Westfale und von daher (ganz wissenschaftlich betrachtet...) nicht so auf der Schunkelseite des Lebens beheimatet... Aber überhaupt und mal im Ernst, zur Dramaturgie dieser unheiligen Dreifaltigkeit kommt mir eine ganz andere Assoziation:

In dem grandiosen Roman, Krabat, von Ottfried Preußler betreiben 12 junge Gesellen eine abgeschiedene Mühle unter der Ägide eines finsteren Meisters, der die schwarze Kunst beherrscht... Im Laufe der Geschichte kommt heraus, dass dieser dunkle Zauberer jedes Jahr zu Ostern einen der Gesellen dem Gevatter selbst zum Opfer bringen muss um seinen eigenen Hals zu retten ... Muss ich noch deutlicher werden...?

Abrakadabra,

Merkelmerkel, Simsalabim...!

Wodurch wird der Bann in der Geschichte schließlich gebrochen? Natürlich ganz klassisch durch eine zünftige Revolte, die ein mutiger Geselle vom Gartenzaun bricht und in der  d i e  L i e b e  zum magischen Schlüssel zur Freiheit wird...

Wie sich das jetzt in die Politik übersetzt...?  Ehrlich gesagt: keine Ahnung... vielleicht, dass die Westerwellen mal wieder an die SPD ran robben...? Warten wir’s ab....

Hier jedenfalls noch mein Tipp für ein originelles Kostüm:

Gehen sie doch als

        Wulff im Schavanspelz ... J


 



04. 02. 2013           Rodler an die Macht!

  

Die gefühlte ewige Sportnachricht lautet etwa wie folgt:

 

Deutsche Rodler räumen sämtliche Medaillen ab!

Konkurrenz aus Jamaika, Trinidad (und Österreich) mal wieder chancenlos....


Während im beheizten Olympiaschwimmbecken zuletzt ja mal wieder nur der Frust regierte, sind unsere Burschen und Mädels anscheinend konkurrenzlos, sobald der Frost sie in die Muskeln kneift und den Körper auf urdeutsche Betriebstemperatur bringt... Also: Herzlichen Glückwunsch zum neuesten Coup in Kanada!

Das habe ich jetzt nicht so genau recherchiert, aber ich nehme es doch stark an: 

Alles Bayern!!

Vielleicht hat sich im Schneetreiben einer aus dem Erzgebirge dazuverirrt, aber der Rodler an sich kommt ja wohl aus diesem Wunderbundesland, indem jeder Bürger sein Leben so vorbildlich als Kantsch'en Imperativ gestaltet.

Also ich finde, die Bayern könnten im Rahmen des Länder-Hans-Ausgleichs ja wohl mal ein paar Schlittenfahrer rüber schieben nach NRW, Berlin und Bremen... Wo bleibt denn da die Solidarität? Könnte man ja glatt vor Gericht ziehen...!

Überhaupt vielleicht sollten wir noch einen Schritt weiter schliddern, die Parteien abschaffen und die Geschicke des Landes von unseren unfehlbaren Schwarz-Rot-Gold-Rodlern lenken lassen. Die würden uns in diesen stürmischen Zeiten bestimmt sicher durch die gefährlichsten Schneewehen steuern...

1 PS: Leider kam es so, dass mir als NATIONALRODLER nicht die ganz große Karriere beschieden war, aaaaaaber: Wenn ich zurückdenke, wie wir, seinerzeit, hier direkt vor Ort, im Stadtpark, auf der legendären  T o d e s b a h n ,  auf den letzen vereisten Schneeresten halsbrecherisch zu Tal (also bis zum Ententeich) gerast sind..., da hätte sich aber so mancher Almdudler noch eine Scheibe abschneiden können!

Luja sag i!!

 





23. 01. 2013                  Prof. Dr. Ann. Schav.


Man sollte doch insgesamt mehr seiner Intuition vertrauen. Irgendwie hatte ich bei der Schavan schon immer das Gefühl, dass da der eine oder andere Buchstabe zu viel im Namen ist ...  Jetzt haben 14 von 15 Verantwortlichen für die Eröffnung des Hauptverfahrens bezüglich ihrer Arbeit gestimmt. Na, die werden wohl alle im Irrtum sein, wahrscheinlich eine gemeine Verschwörung ... 

Überhaupt liegt der Fall ja wohl ziemlich klar – und erfüllt alle Klischees! Schauen wir uns die Reihe der Plagiatinnen doch mal an: Stoiber Tochter Saß, Koch Mehrin, Schavan – Und was sehen wir also? 

Blond und Doktor(titel) – DAS KANN JA GAR NICH SEIN!

Zu schade, dass v. d. Leyen nichts zum aberkennen hat.  Aber, ist eigentlich klar, ob ihr das von der wirklich zusteht?! Müsste man nicht mal eine Recherche starten? Nur mal so als Idee ...

Manchmal hege ich ja eine gewisse Sympathie für Leute, die einen 40 Meter langen Tunnel graben, um einen Tresorraum auszuräumen, wie neulich in Berlin mal wieder geschehen. Ist doch irgendwie ehrliches Handwerk! Und das wird man doch mal sagen dürfen, am Tag, an dem sich in Davos die Panzerknacker treffen, die die wirklich großen Tunneleffekte der Finanzwelt organisieren ...

Hier und was Frau Bildungsministerin angeht, die wird den kleinen Verlust ja wohl verschmerzen können. Schließlich bleibt ihr doch  dann immer noch der Prof ...! J

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PS: Zufälle gibt’s! Da kommt doch gerade die neue Werbemail der ZEIT herein. Ich zitiere wörtlich:

Sehr geehrter Herr Dr. Krawinkel,  (Ende des Zitats.)

Da hatte ich mir beim Ausfüllen eines Probe-Abos mal einen klitzekleinen Titel erfunden. Ein bisschen Spaß muss doch sein! Sieht irgendwie gut aus, find ich.






17. 01. 2013                Der amerikanische Patient

 

Wie es sich für einen echten Blogger gehört, bin ich natürlich rund um den Globuli exzellent vernetzt und kann daher aus erstklassiger Quelle Breaking News verkünden: Lancy Armstrong wird in seinem mit Spannung erwarteten Interview nicht nur Details zu seinem Fahr-ma-Speiseplan erklären, sondern er wird außerdem sein brandneues Buch vorstellen! Angeblich handelt es sich um einen fernöstlich angehauchten spirituellen Leitfaden für Freizeitradler mit dem Titel:

Do Ping

Der Weg des Champions!

Schließlich ist es doch so: Wenn man mit dem Drahtesel sehr, sehr, sehr weit nach Osten fährt, wohin kommt man dann? Richtig, nach Texas! Also ist es nur folgerichtig, wenn die ultimative Erleuchtungslehre aus dem Land der unbegrenzten Schummel-Möglichkeiten kommt!

Ja, ja, diese Häme ist natürlich leicht zu schreiben und wer den Schaden hat, brauchte für den Sport noch nie zu sorgen...  Dabei ruft der groß angelegte Titel dieses Beitrages eigentlich nach einer ernsteren, reiferen, ja tieferen Betrachtung, denn – um mal eine Lanze für den Strongman zu brechen – ist  der Arme nicht vielleicht nur ein Symptom? Ein Unschuldiger, in dem sich, wie unter einem Brennglas, die Seelenlage eines Landes verdichtet hat, das hinter seiner Fassade des  W e  a r e  s o  g r e a t !  in Wahrheit in seinem Innersten zutiefst verunsichert ist und...

Gerne würde ich hier weiter ausholen, ja, das Thema episch ausbreiten, doch vielleicht steht mir eine kritische USA-Analyse ja gar nicht zu – schließlich bin ich doch Old Europe...! Also halte ich mich bedeckt. 

Nur das Finale des morgigen Interviews sei noch kurz erzählt:

Nachdem Lancy unter Krokodilstränen seine Beichte abgegeben hat und praktisch nackt im Studio steht, zieht er plötzlich einen letzten Trumpf aus dem Ärmel, sein 

Opfer-Abo!

(originally signed by Kachelmann)

Mit den Worten: Ich war nur ein ganz kleines Rennrad in der großen Geldmaschine! sinkt er schluchzend in die Arme von Oprah Winfrey, der Mutter Beimer der TV-Nation. Dann fließen vor Millionen von Bildschirmen Millionen von Tränen. Für einen Moment vergisst Amerika den nächsten Biss in den Burger und flüstert voller Rührung:

W e  a r e  s o  g r e a t !


 – THE END –

  

Ach, ja! Seien Sie auch beim nächsten Mal dabei, wenn es heißt:

Usain Bolt und die karibische Speed-Connection

Nie waren 15 Goldmedaillen so schnell – weg!

 ..................

PS:  Ich gestehe, beim Schreiben dieses Artikels war ich leicht gedopt...

(ein Gläschen Montepulciano; 1,99 die Flasche – kamann abba trinkn  J)





16. 01. 2013                     Weiße Ware . . .


Erster Schnee

 

Da kommt eine Lieferung von oben her.

Hoch aus den Wolken, juchhe!

Die schwebt so leicht und legt sich schwer

auf Stadt, Land und eisigen See.

 

Aus dem Himmel fällt immer mehr.

Es rieselt auf Nase und Zeh.

Es füllen die Täler so weiß und sehr

Millionen Flocken von Schnee.

 

Was sich so friedlich herbei gesellt,

das hat kein Geld nicht bestellt.

Wie um untertänig zu grüßen

legt sich vertraut uns zu Füßen

die kalte Kostbarkeit der Welt.

 

Und jetzt ist das ganze Erdgeschoss

ein verzaubertes Märchenschloss.







06. 01. 2013            Die Sterndeuter haben mir die Zukunft geflüstert ...



Heiderösler

 

Sah ein Rab, ein Rösler, stehn;

Rösler auf der Heiden.

War so niedlich anzusehn.

Träumte von Prozenten: zehn,

da er sonst müsse scheiden.

Rösler, Rösler, Rösler gelb,

Rösler auf der Heiden. 


Rabe sprach: „Ich fresse dich.

Rösler aus der Heiden.“

Rösler sprach: „Ich schmecke nicht.

Sogar in der Oberschicht

mag mich niemand leiden!“

Rösler, Rösler, Rösler, Geld,

Sohn aus Samt und Seiden.


Und der wilde Rabe fraß

Rösler samt Geschmeiden.

Rösler bog wie Bambusgras.

Hach ’s ist ein Heidenspaß

Frühjahrsputz zu treiben.

Rösler, Rösler, Rösler fällt.

Lind erblüht die Heiden ...





23. 12. 2012         Wer darf ihn nennen, und wer bekennen...?


Dank der hervorragenden Arbeit einer meiner Quellen liegt mir ein exklusives Privatgespräch aus dem Kinderzimmer des Hauses Schröder vor. Hier nun der Wortlaut, der durch und durch häretischen Affäre:


  S C H R Ö D E R L E A K S ! !  

Dramatis personae:  Tochter, (anderthalb Jahre);

 Mutter, (nicht sehr viel älter...)


Mutter:         Zähne geputzt?

Tochter:        Ja, hab ich! 

                       Mama, sag, wie hast dus mit der Religion?

                       Du bist ein herzlich guter Mensch,

                       allein ich glaub du hältst nicht viel davon.

Mutter:        Lass das mein Kind! Du fühlst, ich bin dir gut;

                      Für meine Lieben ließ ich Leib und Blut,

                      Will niemand sein Gefühl und seine Kirche rauben.

Tochter:      Das ist nicht recht, man muss dran glauben!

                     Glaubst du an Gott?

Mutter:       Mein Liebchen, wer darf sagen: Ich glaub an Gott!

Tochter:      So glaubst du nicht?

Mutter:       Misshör mich nicht!

                     Wer darf ihn nennen?

                     Und wer bekennen: „Ich glaube ihn!“

                     Wer empfinden und sich unterwinden

                     zu sagen: „Ich glaube ihn nicht!“

                     Der Allumfasser, der Allerhalter,

                      fasst und erhält er nicht dich, mich, sich selbst?

                     Wölbt sich der Himmel nicht da droben?

                     Liegt die Erde nicht hier unten fest?

                     Und steigen freundlich blickend

                     ewige Sterne nicht herauf?

Tochter:      Ja schon, aber ...

Mutter:       Erfüll davon dein Herz, so groß es ist

                     und wenn du in dem Gefühle selig bist,

                     nenn es dann, wie du es willst,

                     nenns Glücks, nenns Liebe, CDU

                     oder nenns  es auch: DAS GOTT!

 Tochter:     Wie...?!

Mutter:       Name ist alles; Gefühle sind Schall und Rauch.

Tochter:      Wirklich...?!

Mutter:        U m n e b e l n d  H i m m e l s g l u t .

Tochter:      Ach so..!!


.................................

PS: Hier mit anderthalb nur Pippi Langstrumpf...? Nicht, dass das Kind unterfordert ist... Also auf Englisch könnte es doch wohl wenigstens sein! Da erübrigt sich auch der ganze Streit. Wir sagen einfach: the liebe Gott...

 





19. 12. 2012          Vom Ich zum Wir  (und zurück)

 

Hallo Menschen, so kurz vor dem Weltuntergang möchte ich noch ein Mal etwas ganz Persönliches sagen:

Hiermit entschuldige ich mich bei allen 

für alles, was ich je falsch gemacht habe.

 

Puh – das ging ja schneller als gedacht! Und war doch eigentlich gar nicht so schwer...

 Ja, es gab eine Zeit, da war es noch üblich, um Entschuldigung zu  b i t t e n  und mit etwas Glück wurde die Vergebung gewährt... Doch warum denn immer diese Umstände?!  Frei nach dem Motto Simplify zuerst your own life! sind wir dabei, uns von diesem anstrengenden, ja regelrecht lästigen kulturellen Korsett zu befreien! Heute entschuldigt man sich selbst und auch ganz ohne Glück ist die Sache damit erledigt. 

Man entschuldigt sich und die Zeitungen schreiben, Wulff hat sich entschuldigt. Man entschuldigt sich und das Radio meldet, Gottschalk hat sich entschuldigt. Man entschuldigt sich und die Tagesschau erklärt, Guttenberg, Koch-Mehrin und Schavan haben sich alle entschuldigt. Und nun entspannen Sie sich. Weiter gehts mit Netzer und Delling...

Der Zusammenhang gibt mir Gelegenheit, eine kleine Reminiszenz an den um spöttische Verse nie verlegenen Robert Gernhardt einzuflechten. (Natürlich unter Verletzung der Urheberrechte...  na ja – – E N T S C H U L D I G U N G ! ! )


Das Schnabeltier


Das Schnabeltier, das Schnabeltier


vollzieht den Schritt vom Ich zum Wir.


Es spricht nicht mehr nur noch von sich,

es sagt nicht mehr:" Dies Bier will ich!"


Es sagt:  „Dies Bier,
das wollen wir!"


Wir wollen es, das Schnabeltier!

...........................

Übrigens: Es tut mir schon jetzt Leid, was ich in Zukunft alles falsch gemacht haben werde!

 



05. 12. 2012         Lange Makrele


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, lassen Sie mich zunächst sagen: Diesen Einstieg habe ich etwas geklaut. Eine Kabarettkollegin hat es neulich im Radio verlauten lassen: Lange Makrele ist ein Anagramm aus: Angela Merkel J 

Mit Traumwerten, die man sonst nur aus der guten alten Volkskammer kannte, ist der größte Fisch im Teich gerade wiedergewählt worden. 98 Prozent Zustimmung. Herzlichen Glückwunsch! Da fragt man sich doch: Ist das noch konservativ oder schon Kommunismus?! Ist das noch Zustimmung oder schon Unterwerfung?! Ist das noch Hetero oder schon Homo...???

Anscheinend gehört eine Portion Feudalismus zum Alemannia Grande von heute. Wie die weitläufigen Gärten von Versailles werden Regierungszeiten gerne ausgedehnt. Kohl hat 16 Jahre gemacht und ein seltsames Zucken in der Wade sagt mir, dass die viel zitierte Schwarmdummheit uns noch einige weitere Schwimmstunden mit der Queen bescheren wird... 

Wikipedia gibt Makrelen übrigens eine Lebenszeit von 17 Jahren! Wenn das mal  kein böses Omen ist ...  Auf der anderen Seite ist es doch auch ein angenehmer Gegenpol zur Schnelllebigkeit unserer Zeit. Wir haben uns so an das magische Dreieck gewöhnt ...  Und außerdem – ganz ehrlich: Alles ist besser als diese Andere ... na, wie heißt sie noch ... Wenn ich die schon sehe! Wenn ich die schon höre!! Von der leihen sich meine schlimmsten Albträume manch Motiv. Und dann denke ich mit Bedauern an der ihre Kinder.... 

Ach so: Kennt übrigens jemand ein Anagramm aus Bochumer Stadtwerke?

S t e i n b r ü c k   s a h n t   v o l l   a b ! ! 






24. 11. 2012 Piraten auf Landgang

 

Von Ringelnatz gibt es eine Geschichte mit dem Titel  Kuddeldaddeldu im Binnenland. Der kauzige Seebär, Kuddeldaddeldu, will wie immer nur das Gute, stellt sich jedoch auf rührende Weise ungeschickt an, so dass alles, was er beginnt, unweigerlich aus dem Ruder läuft. Es wird schnell offenbar, dass sich das liebenswerte Raubein ohne Wasser unterm Kiel einfach nicht in seinem Element befindet...

Was den Willen zum Guten bei der Piratenpartei betrifft – das sei mal dahin gestellt ...  Jedenfalls richten Sie zurzeit einen – literarisch leider völlig wertlosen – Kuddelmuddel an, der schon akut ins Peinliche spielt... Das kann beim Bundesparteitag, der ab heute in Bochum stattfindet, ja wohl nur schlimmer werden...

Ich will mich ja nicht selbst loben, aber: doch schon erstaunlich, wie sehr ich mit den folgenden Zeilen mal wieder am Puls der Zeit bin "zwinker!"  Und weil ich heute meine Spendablen habe: Liebe Piraten, greift zu! Packt die Verse auf Eure Page! Hiermit gebe ich die Rechte am Text frei!!

 


Liebe und so


Hier mit Liebe und so –

hab ich bei Wikipedia gelesen...

Mann, was bin ich jetzt froh

und so schlecht informiert gewesen! 

Seit man alles nur nachgucken muss,

ist das Leben echt traumhaft geworden.

Nachher google ich kurz noch Kuss,

dann bin ich gebrieft für morgen.

Um vier sind wir beide gedatet

auf einen gemütlichen Kuschelkaffee.

Triple-A bist du im Netz geratet.

Doch ich beherrsche das Flirt-ABC! 

Stimmt zwischen uns dann die Neurochemie,

könn wir gemeinsam ne Homepage starten.

Das ist jetzt voll hip, le dernier crie,

bei postmodernen Piraten. 

Das wird ein fantastisches Leben

ganz gläsern im  W o r l d   W i d e   W e b . . .

In jedem Raum wird’s ne Kamera geben:

Twenty channels for people to zapp!

 



15. 11. 2012             Du bist Sonnenfinsternis!


Foto: Karl Thurner 

 

Von deinen Sinnen hinaus gesandt

geh bis an deiner Sehnsucht Rand;

gib mir Gewand.


Dies sind – nach Rilke – Worte, die Gott dem Menschen mit auf den Weg gibt, bevor er mit ihm ins Leben tritt.  Und weiter:

Hinter den Dingen wachse als Brand,

dass ihre Schatten ausgespannt,

immer mich ganz bedecken.


1999 hatte ich das Glück, die totale Sonnenfinsternis in der Nähe von Karlsruhe zu erleben. Es war sehr beeindruckend. Als sich die Dinge (der Mond) vor den Brand (die Sonne) schoben und die Corona der Sonne aufschien, entstand am Himmel nichts anderes als ein riesenhaftes, kosmisches Auge.

Alles da draußen ist ein Gleichnis. Vom Klimawandel bis zum Clash der Kulturen, von den Jahreszeiten bis zur Sonnenfinsternis, alles ist eine Reflexion und findet seine Entsprechung im Inneren.

Wir sind der Mond und wir sind die Sonne. Wir sind der Stoff und das Licht. Als Brechung, als Spiel und Spannung dieser beiden Pole entsteht Leben, entsteht Bewusstsein. Einzigartig symbolisiert in dem Bild des Auges.

Wer es grad nicht einrichten konnte, zur Sofie nach Australien zu jetten, kann es auch einfacher haben – mit einem kurzen Blick in den nächsten Spiegel, denn


AUCH DU BIST: siehe oben ..!

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P.S.: Der Rilke-Text geht übrigens noch weiter.  Man findet ihn leicht auf den üblichen Wegen ...






06. 11. 2012         Achtung: Jetzt schon  N I C H T   an 
                                 Weihnachtsgeschenke denken!



Das ist der Mensch

 

Jetzt kommt die schöne Pulloverzeit,

die Bäume und Wälder vom Laub befreit.

Jetzt kommen die schmalen Nebeltage.

Die stellen so lyrisch das Sein infrage. 

Und manch eine Dämonenstunde

zieht ihre unheilige Vorstadtrunde.

Alles schwankt ins Ungewisse,

bildet Brüche, reißet Risse – – 

Doch ich geh zu NETTO,

da ist das Licht immer gleich!

Mit spezial Prices in meinem Petto

werd ich durch Kaufen noch reich.

 Ich bin auch nachher bei Aldi

(da riecht es so schön nach Pappe)

und hol mir auf jeden Fall die-

se Plastikrosenattrappe. 

Und die liebe Natur,

kann mir mal im Gewächshaus begegnen.

Die interessiert mich nur,

sollte es in mein Wohnzimmer regnen. 

Da hängt nämlich mein Plasmabildschirm

Z w e i    M e t e r    D i a g o n a l e   ! ! !

für den ich täglich Masse von Hirn

und bare Münze zahle. 

Doch wenn ich mit Chips und Lola

vorm Screen in der Poolposition sitze,

dann machen wir beide La Ola

und rufen begeistert:  Das ist:

 

                      G O T T !







31. 10. 2012 

Oh, les jours tristes

 
Kahle Bäume, dunkle Träume, ich versäume
beinah aufzustehen, schon nach neun, halb zehn.
Wage kaum aus dem Fenster zu sehn ... 

Grau ist nicht nur alle Theorie,
grau ist auch der Monat der Melancholie.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer doch, der bleibt dort – und zwar sehr!

Man versucht der Heizung nun ganz nah zu kommen
und sitzt bei Tee unter der warmen Decke.
Denn jeder hat das böse Wort vernommen:
N O V E M B E R !  Dunkel hallt es um die Ecke.

Man gräbt nach schweren Jacken
in entlegenen Kleiderschrankfächern,
dieweil der Wind pfeift um den Nacken
und die Spatzen von den Dächern.



 





24. 10. 2012      Wir alle fallen


Ein österreichischer Adrenalinjunkie fällt mit Rekordgeschwindigkeit vom Himmel und keine zwei Wochen später startet der neueste Bond-Streifen mit dem Titel Skyfall – Sachen gibts ...  So ein Zu F A L L !

Und warum wirbt das Bond-Movie überhaupt für einen Bezahlsender im Titel ..? Ja, es ist so, wenn ich Sky lese, denke ich zuerst an den Entertainment-Sport-Kanal ...

Die Welt der Marken hat uns wohl alle fest im Schwitzkasten und die Geschichte erinnert mich an ein anderes Beispiel: Als vorigen Winter vor meinem Fenster eines Morgens plötzlich alles weiß verschneit war, ertappte ich mich kurz bei dem Gedanken: Da hat doch Apple die Hand im Spiel! – Wo ist das Apfellogo ..?! So weit ist es also schon gekommen ... 

Was den Plot des Jubiläums-Bonds betrifft, so geht es, wie ich gehört habe, um einen diabolischen Computerkonzern, der als kultige Underground-Marke der intellektuellen Avantgarde begonnen hat und sich nach gigantischen Umsatzsteigerungen schließlich anschickt die Weltherrschaft zu erlangen und in einer geheimen Kommandoaktion die letzten schönen roten Telefon-häuschen Englands zu vernichten... Natürlich ein Fall für den Mann, dessen Name schon nach Genickbruch klingt – Craig, Daniel Craig!

Von Fallhöhe spricht man ja auch in der Humortheorie, wenn zum Beispiel der Dirigent im edlen Frack am Konzertpult die Bananenschale übersieht oder wenn dem überirdischen Armstrong (immer diese Texaner...) die Mondlüge des Radsports nachgewiesen wird. Und 39 Kilometer kommen da locker mal zusammen! Er verdient also doch den Titel! Er ist der Bad Bull des Jahrzehnts! Lassen wir ihn bis zur Stratosphäre hochleben. Ein wahrer Champion!!

.................................

Aber vielleicht ist es ja auch einfach die Jahreszeit mit dem ganzen Fallen und so ...  Hören wir dazu die Gedanken des unvergleichlichen Rilke:


Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,

als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

 Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.







18.10 2012   Lästig aber harmlos:



   Der Pfau-Mann!

Sein Motto: Auffallen um jeden Preis! Man kann ihn nicht verbieten.
Er pocht auf sein Grundrecht der freien Bekleidungsäußerung ...

PS: Das V in V-Mann kommt übrigens nicht von Verfassungsschutz oder gar von Vertrauen (wie naiv kann man sein ...?) Das V steht für Vigilanz, was soviel heißt wie Wachheit oder Daueraufmerksamkeit. Der Drogentherapeut spricht vom Vigilanz-Niveau. Ein Begriff, mit dem man auf den Stehpartys des 21 Jahrhunderts vielleicht noch einen Akzent setzen kann ... Oder auch als Lehrerin beim morgendlichen betreten der Klasse: Was ist das denn hier für ein Vigilanz-Niveau...?!!

Daueraufmerksamkeit ist für den Pfau-Mann natürlich das A und O und so entpuppt sich der Pfau-Mann als der wahre V-Mann ...




11.10.2012 Zur gesellschaftlichen Lage



Der Kleine Mann beim Spaziergang
durchs Upperclass-Viertel

 
Hallo! Wie geht’s?
Schöner Abend, nicht wahr?
 
Wie? – Ach so, was ich hier mache?
Ich guck mir so ihre Fenster an –
Genau! Wo man gut einsteigen kann.
... nennen wir es: Unterschichts Rache.
 
Und Sie – wohnen wohl hier?
Ach! Meistens auf Nachtschicht im Office ...
Ich: – schon mal gehört? – H A R Z  4 !
Wissen Sie, wie hoch ihr Balkon ist..? 

Da drüben, ist das eigentlich Hattingen?
Ach stimmt ja, Bochum-Sundern.
Von wie hoch kann man wohl abspringen..?
Ich verletz mich nach Möglichkeit ungern.

Und hier, dieser schneeweiße Marmor –

ham Sie den selbst im Cabrio aus Carrara ..?

Ach, nee! – Na stell dir mal vor,

kenn Sie gar nicht, die Stadt in der Toskana ...

 
Ham Sie eigentlich Alarm und so?
Ach, gerade frisch alles neu.
Na, da seien Sie aber mal froh.
Und für die Zukunft: Toi, toi, toi!

Aber Unterbochum –
sind Sie schon mal gewesen?
Da nix Haus – nur Wohnung
und RTL mit ohne Lesen.
 
Nicht..? Na, egal. Aber der BMW
mit der hässlichen Matt-Lackierung,
der könnte glatt auch bei uns stehn:
Prollhausenassispezialverziehrung!

Okay, okay, ich geh ja schon weiter.
Muss sowieso noch mal kurz zum Wagen.
Wieso? Ich hol mir schon mal die Leiter. –
Unter Kollegen kann man doch alles sagen ..!
 
Na, jedenfalls schön, mit Ihnen zu quatschen,
so zwanglos hinweg über die soziale Kluft.
Einen Applaus will ich dafür gern klatschen,
ganz im Vertrauen so von Schuft zu Schuft. 





09.10.2012        Ich bin nicht auf der Buchmesse



Schnell gekauft, schnell NICHT gelesen
Die Ballade vom ungeöffneten Buch


Du hoch gelobte Neuerscheinung,
leider änderte ich meine Meinung. 
Du mein protegierter Gegenwartsroman,
leider landen täglich neue Schiffe an ...

Verschweißt bist du gewesen,
zugeklappt und neu.
So habe ich dich aufgelesen,
fast mit Scheu ...


Doch dann kam das Wochenende
und irgendwie  -  L e b e n  -  dazwischen.
Jetzt ist’s, als wenn was im Wege stände,
ess schon an anderen Tischen ...

Nun wartest du im Regal,
auf jenen Griff von mir zu dir;
und es wächst der Wochen Zahl,
du stehst da, ich sitz hier ...

Die Karawane zieht weiter, 
der Sultan hat Durst. 
Das stimmt dich nicht heiter,
kein Wunder, dass du murrst ...

Ich will dir sagen, was ich denke,
ganz offen und ehrlich:
Dass ich Zeit ungern verschenke
und dbist vielleicht doch entbehrlich ...


In der Kürze liegt die Kürze –
daher empfehle ich natürlich den Griff zum Gedicht ...





07.10.2012 Nobelpreise und so ...

Wer geistert so schwankend
durchs Universum?

 
Es ist der Mensch mit seinen Falten.
Er sucht einen Halt um sich dran zu halten.
 
Es ist der Mensch mit seinen Knicken,
die ihm das  s e l i g e  S e i n  verzwicken.
 
Es ist der Mensch mit seinen Beulen 
– nicht gerade Siegessäulen ...
 
Es ist der Mensch mit seinen Kanten.
Im Glashaus gibt er den Elefanten.
 
Es ist der Mensch mit seinen Macken.
Kriegt selten das Paradies gebacken.
 
Es ist der Mensch mit seinen Orden,
worunter Falten, Knicke, Beulen, 
Kanten und Macken verborgen ...









04.10.2012          Finanzkrise mal kurz und bündig ...



Vorgestern sah ich eine brillante Doku auf Arte. Die Welt ist längst in der Hand einiger weltumspannender Bankenkraken, die Staaten und Regierungen am Nasenring durch die Manege ziehen... Hier eine kurze Zusammenfassung des Inhalts:


Wo es ist  oder:
Das verschwundene Portemonnaie



Es ist im Mantel, sagt die Mutter.
Es ist in der Jacke, sagt die Tochter.
Es ist, wo es ist, sagen die Diebe.

Es taucht wieder auf, sagt die Hoffnung. 
Es ist verloren, sagt die Erfahrung.
Es ist, wo es ist, sagen die Diebe.

Es muss hier irgendwo sein, sagt der Verstand.
Es ist schon weit weg, sagt das Gefühl.
Es ist, wo es ist, sagen die Diebe.

Es ist in der Wäsche, sagt die Verzweiflung.
Es war voll, sagt der Schmerz. 
Es ist geklaut, sagen die Diebe.






29.09 2012        Mal was aus dem Nähkästchen (weil’s sooo schön ist...)

 

Peer (klare Kante) Steinbrück ist im Sternzeichen: – ahnt es schon jemand...? – natürlich Steinbock, richtig! Und er tritt an gegen Angie (Mutti) Merkel und die ist natürlich – der eine oder andere weiß es vielleicht – Krebs, das Zeichen für das Muttermotiv!

Krebs und Steinbock liegen einander im Tierkreis genau gegenüber und verkörpern wirklich größtmögliche Gegensätze...  Ohne hier mehr auf Details einzugehen – es ist schon nett, wenn das kosmische Vokabular so in Reinform auf der öffentlichen Bühne aufgefächert wird...

Curiosity meldet: Auf dem Mars gab es wahrscheinlich einen Bach – vor 1 Milliarde Jahren!!! Wissenschaftliche Sensationen müssen entweder weit weg oder lange her sein, am besten beides... Erstaunlichkeiten, die unmittelbar vor Augen liegen, kommen dagegen schwer in die Schlagzeilen...



Wie schrieb C. Morgenstern in seinen Korf-und-Palmström-Geschichten doch so schön:

So beschließen beide denn

nach so manchem Doch und Wenn

sich mit ihren Theorien

vor die Wissenschaft zu knien.

Doch die Wissenschaft, man weiß es,

achtet nicht des Laienfleißes.

Hier auch schürzt sie nur den Mund,

murmelt von Phantasmen und

beugt sich wieder dann auf ihre

wichtigen Spezialpapiere.

Komm, spricht Palmström, Kamerad,

Alles Feinste bleibt – privat!

 

PS: Peer ist natürlich skandinavisch für Peter: der Stein... Na, wer nennt den so sein Kind?! Das kann auch nur ein paar ruppigen Hamburgern einfallen...






23.09.12

Tatort Tortmunt 


Ohne das T wäre die deutsche Sprache

eine Sprache ohne Saf und Kraf...

Diese Zeilen stammen von dem Dichterkollegen Friedhelm  Kändler.  Und sein Satz bildet die perfekte Vorlage für meine steile These:

Das Erfolgsgeheimnis des Tatorts

sind einzig und allein seine drei Ts im Titel!

Linguistisch gesprochen gehört das T zu den Explosivlauten und ist damit natürlich prädestiniert um die echt voll krasse Action rüber zu bringen, die die Reihe ausmacht und bei der sich in die Jahre gekommene Pärchen so gemütlich und frisch verliebt aneinanderkuscheln können...

Überhaupt scheinen T-Worte im Trent. Technik, Telefon, Tablet, Internet, Flatrate, Tore, Titel, Thesen Temperamente – aber auch Tourist, Terrorist, Gott, Spott und bankrott geistern täglich durch Walt und Welt.

Es kommen härtere Tage.


So schrieb einst Ingeborg Bachmann in ihrem düsteren Gedicht  Die gestundete Zeit. Vielleicht hatte sie recht...

Bevor ich zu weit abschweife, hier nun die Handlung der heutigen und auch aller zukünftig je erscheinenden Tatort-Folgen...:


Auf der Kugel stand kein Name!
The Universal Krimi


Regen,
Gasse,
SCHUSS!!!
S c h r e i !
Anfang
vorbei.

Auf tritt Polizei:
Viel Reden, viel Fragen,
alles leugnen, nichts sagen.
Heiße Spur, großer Knall!
Krumme Tour, klarer Fall!
Kommissar bleibt stur;
Stille – tickende Uhr,
Spannung pur! 

Plötzlich entscheidender Tipp,
Überraschende Wendung!
Handschellen – Klick 
Ende der Sendung:

Regen,
Gasse,
Schluss.
(evtl. Kuss)

 

Herzlichen Gruß, ThorsTen


Ach, ja! – Just one more thing...: Ich denke, das schmale Werk ersetzt locker eine komplette Krimisammlung.  So gewinnt man jede Menge Platz im Regal – zum Beispiel für richtige Bücher....





20.09.12     


       Die ominöse und gänzlich unbekannte Griechenland-Hawaii-                Connection

 

In dem sozialkritischen, ja progressiv engagierten Werk mit dem Titel Griechischer Wein befasste sich der bekannte Singer/Songwriter, Udo Jürgens, schon in den siebziger Jahren mit dem schwierigen Schicksal der südeuropäischen Beförderer des deutschen Wirtschaftswunders. Im Refrain lautet der Reim auf Wein bekanntermaßen:

..und wenn ich dann traurig werde liegt es daran,

dass ich immer träume von daheim.


Es begab sich jedoch zu jener Zeit, dass ich den Text stets anders verstand:

..und wenn ich dann traurig werde liegt es daran,

... dassl ich immer träume von Hawaii.. 

Rückblickend war diese Szene wohl meine erste Erfahrung mit dem psychologischen Phänomen der Projektion. Ich hörte, was ich hören wollte und Hawaii war damals mein eigener Sehnsuchtsort (Vulkane, Lava, King-Kong und so...).

Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen: Wie hätte ich denn auf daheim kommen sollen...?? Udo war doch schließlich Deutscher! Also glücklich zuhause in Berlin, in der Hitparade, im Fernseher und das Konzept vom Lyrischen Ich war offenbar noch nicht ganz in mein Bewusstsein vorgedrungen...

Heute tröste ich mich mit dem Gedanken, dass ich nicht allein bin, sondern dass VIELE Logik und Wirklichkeit ge- und verbogen haben nur um bei den selbst gehörten Wahrheiten bleiben zu können. Nicht wahr...?!!

Der Vollständigkeit halber hier noch einmal meine Version von:


Griechischer Wei

Es war schon dunkel, als ich durch Vorstadtstrassen heimwärts ging.

Da war ein Wirtshaus, aus dem das Licht noch auf den Gehsteig schien.

Ich hatte Zeit und mir war kalt, drum trat ich ei.

 

Da saßen Männer mit braunen Augen und mit schwarzem Haar.

Und aus der Jukebox erklang Musik, die fremd und südlich war.

Als man mich sah, stand einer auf und lud mich ei.

 

Griechischer Wei ist so wie das Blut der Erde.

Komm schenk dir ei,

Und wenn ich dann traurig werde, liegt es daran,

Dass ich immer träume von Hawaii, du musst verzeih.

 

Griechischer Wei und die alt vertrauten Lieder,

Schenk noch mal ei,

Denn ich fühl die Sehnsucht wieder, in dieser Stadt,

Werd ich immer nur ein Fremder sei 

und allei.

 

Es bleibt zu hoffen, dass die weisen Kapitäne der Euro-Rettung nicht (wie wir kleinen Dummchen damals...) ihrem Wunschdenken verfallen, sondern dass sie GENAU hinhören beim Geldzählen und Anleihen kaufen ... 

................................ 

Im Übrigen habe ich schon bei der Einführung der Währung gesagt: 


Euro klingt irgendwie nach dem Geld der Anderen – 

nicht MEINS sondern  E U R O . . . 




15.09.2012              Von fernen Ländern


 

Ein kurze Szene gestern Morgen in der U-Bahn: Mir fällt ein Mann in der Sitzecke gegenüber auf. Er trägt einen blauen Pullover, der mit einem etwas zu dekorativen Seemannsknoten verschönert ist. Ich denke kurz, dass der Pulli gut in den Andenkenladen einer Ostseepromenade passen würde.

Kurz darauf erscheint der Kontrolleur und der vermeintliche „Ostseeurlauber“ hebt zu einer engagierten Beschwerde an: Der Kartenautomat habe seinen Zwanziger nicht nehmen wollen, als er ein Zusatzticket hatte kaufen wollen...

Ich finde, ist eigentlich nah an der Dekadenz, das 2,50-Ticket mit einem Zwanziger kaufen zu wollen – aber gut. Doch die Geschichte geht weiter: Er erklärt unvermittelt, er lebe in Neuseeland, käme nach Deutschland und könnte sich nicht mal eine Fahrkarte kaufen – wie unglaublich...!

Jetzt bedaure ich den armen Bahnangestellten, der auch nur seinen Job machen will und sich ungefragt Lebensgeschichten anhören muss... Wenig beeindruckt brummt er etwas  wie „Ja, ja, die Technik...“ in seinen Binnenlandbart, was den Weltumrunder noch mehr auf die Palme bringt  und vor meinem geistigen Auge blinkt es in roter Neonschrift: –

SO WEIT HERUMGEKOMMEN

   UND DOCH SO DEUTSCH GEBLIEBEN...

Als er dann noch einen Satz sagt, in dem das Wort Feedback vorkommt, tut er mir schon wieder Leid, denn offensichtlich hat er keine Ahnung vom Menschenschlag des  hiesigen Bahnpersonals.

Jetzt erreichen wir den Bahnhof. Beim Rausgehen fällt seine Auge plötzlich auf mich und ich ernte diesen unangenehm fürsorglichen Blick, der sagt“ Ich wüsste auch, was dir gut tun würde, Bruder...“ – und ich fühle mich fast wie die vom Weinstock abgetrennte Rebe....

Während ich noch rätsle, wie mir geschieht, sehe ich in seiner Hand ein Buch in kleinem Format mit Ledereinband. Dann verschwindet er im Bahnhofsgewimmel. Ich spekuliere, dass es wohl eine Bibel war und er wahrscheinlich evangelikal übermotiviert, im Namen des Herrn unterwegs, dabei eigentlich voller Groll – was eben so dazu gehört.

 

Immer mehr Menschen bewohnen diese obskure abgeschiedene Insel:


N E U S E H L A N D . . . 




11.09.2012             ganz unpolitisch




Herbstgedanken

 

Jetzt kommt die schöne Pulloverzeit,
die Bäume und Wälder vom Laub befreit.
Jetzt kommen die schmalen Nebeltage.
Die stellen so lyrisch das Sein in Frage.

Und manch eine Dämonenstunde
zieht ihre unheilige Vorstadtrunde.

Alles schwankt ins Ungewisse.
Welt und Stirn legt sich in Falten.
Und der schöne Schein bekommt die Risse,
an denen wir uns halten ...




05.09.2012         Kein Blog ohne zünftige Verschwörungstheorie



Universal-Schröder

 

Es ist schwer mit Atze Schröder den Planeten zu teilen!

Und für den Gerhard gelten die selbigen Zeilen!

An Kristina ist auch nur der Vorname schöner!

Ich bin wohl einfach kein An-Schröder-Gewöhner...

 

Sie  haben schon lang die Macht übernommen.

Von Politik und RTL  werden wir in die Zange genommen...

Die Schröders drehen stets das ganz große Rad,

egal ob als Elite oder als Prekariat...

 

Die Welt wird leider immer blöder.

Der Planet dazu auch öder und öder.

Das Übel der Erde, es hat einen Namen.

Er ist der Grund, dass die Dinge so kamen.

Dies  ist meine Verschwörungstheorie:

An den Hebeln der  Macht sitzt S-Punkt, Er und Sie.

Ich nenn es die Schrödersche Anatomie.

 

Ist einer von Euch vielleicht im Publikum?

Mal die Hand hoch! Egal, ob schlau oder dumm!

Ein Anschauungsobjekt wäre jetzt doch perfekt.

Komm zier dich nicht so, Universal-Schröder,

N’ Fünfer  biete dir ich hiermit als Köder!

 

Die Welt wird leider immer blöder.

Manche von Ihnen heißen auch nur Söder.

Die Last der Erde hat einen Namen.

Die Schröders sahen, siegten, und kamen!

Hört auf meine Verschrödungstheorie:

An den Hebeln der  Macht: S-Punkt, Der und Die.

Ich hab ne extreme Schröder-Allergie!

 

Einer von ihnen –  auch wenn Ihr lacht,

der war so frei, hat seinen Ing. gemacht.

Sein Name nicht genug, er wollte noch mehr...

und wurde weltberühmt als  Schröd-ING-er!

 

Die Welt wird leider immer dröger.

Her Wirt, für mich ein Hasseschröder!

Das Übel der Erde hat einen Namen.

Die Schröderschen zwischen Giengen und Kamen.

Dies  ist meine Verschwörungstheorie:

Dahinter stecken Schrö-ö- der und die!

Ich mach n Doku-Movie über Schröderie.


Dieses  ist meine Verschwörungstheorie:

Hinter allem stecken Schröder, Der und – Die!

Alles weitere im Netz: www.Verschwörermanie ...


Liebe Leserin, lieber Leser

wenn du Klavier spielst, schreib bitte ein paar Noten zum Text, möglichst in Moll... Ich sehe es vor meinem geistigen Auge, du spielst das Lied (natürlich a la Schröder aus den Peanuts :-)). Wir machen ein Youtube-Video und bekommen Millionen Klicks.  Wir stoßen eine Debatte an. Ich werd zu Jauch eingeladen, das ganze Programm... Also ran ans Klavier! Ich würde mich freuen von mir zu hören...



 



01.09.2012      Mir geht ein Licht unter

 

Philosophisch veranlagte Kriegshistoriker äußern von Zeit zu Zeit den Gedanken, dass der Besiegte den Sieger eines Konflikts typischerweise kulturell unterwandert und so auf einer höheren Ebene zuletzt lachend doch noch den Sieg heim trägt. Solcherlei Zusammenhänge muss man wohl bemühen um den Austausch der filigranen Glas- und Metallkonstruktion mit dem schönen Namen Glühbirne durch die Verschlimmbesserung der Energiesparlampe zu verkraften. Ein sozialistisches Zentralkomitee frühester Prägung hätte wohl kaum ein rückwärts gewandteres Konzept ausbrüten können.

 

Um eine lange Geschichte kurz zu erzählen: Das Licht der neuen Lampe ist kalt, hässlich und macht krank. Außerdem enthält die Konstruktion Quecksilber! Vor allem jedoch wurde gesagt, dass das Sparlicht gewissermaßen, keinen Ursprung, kein Zentrum hat. Während das Licht des Glühfadens strahlenförmig aus dem Mittelpunkt austritt, ist das Sparlicht diffus und ohne klare Schatten. Es vernebelt die Sinne, erzeugt Kopfschmerzen und ist vollkommen unorganisch. Auch mag man sich kaum vorstellen, dass eine Energiesparlampe im Comic als Sinnbild für einen plötzlichen Geistesblitz fungieren könnte... Das kann man ja wohl vergessen!

 

Es wäre sogar noch mehr zu sagen: Etwa dass Wolfram als Bruder des Eisens Radialkräfte vermittelt und in die Verdichtung führt, während Quecksilber kosmisch sphärisch geprägt ist und mehr als jedes andere Element zur Gleichmacherei neigt! Man denke an seine Fähigkeit verschiedene Metalle zu amalgamieren. Um genau zu sein, ist es nicht übermäßig zugespitzt, wenn man sagt: Quecksilber klebt zusammen was nicht zusammen gehört...*  Womit ich - oh Wunder der Choreographie - den Bogen zum Anfang geschlagen habe... Wer hätte das gedacht!

 

Es ist eine traurige, es ist eine dumme Geschichte. Wenn das Brüssel ist - vielen Dank! Bleibt also zu hoffen, dass landauf landab ein paar weitsichtige Ribbecks auf Ribbeck im Haveland vorgesorgt haben und in Flohmarkthallen und Secondhand Shops genügend Birnen bunkern, so dass wir bei zukünftigen Einkäufen hin und wieder das legendäre viel versprechende Flüstern vernehmen:

 

Junge, wiste ’ne Beer?

Kumm man röwer, Ick gew di ’ne Birn...

 

*Der Chemiker Rudolf Hauschka, (Gründer der Firma WALA) hat Zusammenhänge dieser Art in brillanter Weise in seinem Werk „Substanzlehre“ zusammengetragen.

 




29.08.2012                Am Anfang war das A



Um einen veritablen Blog zu starten ist es sicher nicht verkehrt, zuvor einen Blick zurück zu werfen. Daher hier eine kurze Geschichte der Zeit:

            

 
A
m An
fang war
das A. Ganz
  am Anfang war
   da ganz das A. Ja,
  ganz am Anfang war
  gar das A ganz ganz! Da
  kam Allah. Allah sprach:
 A b r a k a d a b r a !
 Da gabs Krach:

 K n           a l l !

 S c h            a l l !

 H a                   l l !

 A l                        l !

  Kra                        ss!!
  Da war                 Nacht.
  Dann kam                   Tag.
 Allah scha              fft Adam.
  Mada                             gaskar:
  Mamba sagt:                      Adam!

 Ham, ham!                     M a c h t !

  Das war                            fast Zwang!
A D A M  ASS!   S C H M A T Z ,   S C H M A T Z .
Da kam                                          Satan!
 Satan ma                                     cht Rabatz:
Adam,                                                 Abgang!

Ab, ab,                                                     Adam!

 R a m                                                         a d a n !
 Ab da war                      man                        am Arsch.


Ich weiß ja, das Werk ist ein bisschen regressiv, infantil, flach... etwas in der Richtung. Ich hoffe jedenfalls, niemand fühlt sich in seinen religiösen Gefühlen verletzt.... ! Obwohl ich zugeben muss, hin und wieder erscheint mir die Vorstellung ganz verlockend, irgend ein iranisches Irrlicht würde eine Fatwa verhängen.

Ich könnte möglicherweise Staatsschutz beantragen, eine neue Identität annehmen, das ganze Pipapo und würde vielleicht auf hippe Partys eingeladen (natürlich nur mit A-Prommis... :-)))  


Allerdings bin ich in Wirklichkeit kein Fan von primitiver Heiligenverhöhnung. Und die Geschichte um die letzte Titelseite der Titanic hat bei mir einen akuten Anfall von Fremdschämen ausgelöst... Besonders weil ich dem Blatt vor einiger Zeit ein paar von meinen Arbeiten angeboten hatte.... Oh, Gott!! Asche auf mein Haupt... Nun bin ich allerdings glücklicherweise sehr ent-täuscht...


Zu guter Letzt wollen wir nicht vergessen, dass sich der wahre Fundamentalismus in den Stadien der Champions League abspielt und in einigen weiteren Arenen...! Die Unterhaltungsmaschine ist gerade wieder angelaufen und scheint besser geölt denn je... Die heilige Dreifaltigkeit aus Bier, Ball und TV ist praktisch allgegenwärtig.. Mit zwei, drei Spielen pro Abend kann man sich so durchs Leben schnullern... 


Vergeblich warten wir wohl auf den Pop-Song mit den Zeilen:


We don't need no entertainment.

   We don't need no sport control ...




 

26.08.12                Schlechte Zeiten für Armstrong-Fans....

 

Wie sonderbar.... innerhalb von zwei Tagen  zwei ArmSTRONGs so schwach... Der Zufall würfelt manchmal schon seltsame Dinge zusammen... 


Vorweg mein Beileid dem legendären Flieger:

 

Grüß uns die Sonne, 

grüß uns die Sterne 

und grüß uns den Mond.



Ich kannte ihn ja nicht persönlich und trotzdem -  so kurz nach einem Trauerfall sollte man etwaige Scherze zumindest etwas leiser flüstern. Also erst mal zu Lance: Die Mondlandung des Radsports (sieben Tour-Siege) war wohl einer von diesen Fakes... Die Trophäen sollen, wie ich hörte, nun auf die zweiten übergehen, zum Beispiel auf unsern Herzbuben Jan Ullrich, was aber schwierig wird, da dieser selbst als  El Dopa in Verruf geraten ist... Bleibt also zu hoffen, dass sich unter den ersten 10 jemand findet, der die verschwitzten gelben Leibchen guten Gewissens in seinen Arzneischrank hängen kann... Jedenfalls muss die Radsportgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts wohl umgeschrieben werden... Na ja, das werden wir überleben.


In Amerika ist jedoch bekanntlich alles größer als woanders und selbst der eingefleischteste Vegetarier muss zugeben, dass die gegebene Konstellation geradezu danach schreit, die Geschichten vom legendären großen Mond-Bluff mal wieder aufleben zu lassen... J

 

Der Mensch auf dem Mond...?? 1969...?? Hin und wieder zurück...?? Hier ist mein Outing: Ich glaube, ich glaubs nicht! Ich will argumentativ gar nicht ernsthaft einsteigen. Nur diesen Link will ich vorschlagen (da bin ich fein raus): 


http://www.reversespeechinternational.com/moonlanding.php


Besagte Karina Kaiser, die übrigens aus dem beschaulichen Münsterland stammt, hat in meinen Augen die weitaus gewichtigsten Argumente entdeckt...  Ist aber auf jeden Fall ziemlich starker Tobak. Wenn du dich also hier einkLINKst atme zwei, drei mal in Ruhe durch, denn du betrittst Welten, die du nie zuvor gesehen hast...

Zum Abschluss noch ein paar feierliche Worte zu mir: Ich bin in diesem Augenblick (voll lowtechmäßig...) auf dem Blogplaneten gelandet. Und wenn du schlau bist, followst du ihm auf Schritt und Tritt, denn dieser Blog ist auf jeden Fall a giant leap for mankind...